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pte20191217002 Forschung/Entwicklung, Unternehmen/Wirtschaft

Spender hassen Zweckentfremdung ihres Geldes

Hilfsorganisationen dürfen Spende nicht falsch verwenden - Selbst bei anderem gemeinnützigen Zweck


Spende: Zweckentfremdung unerwünscht (Foto: unsplash.com, Kat Yukawa)
Spende: Zweckentfremdung unerwünscht (Foto: unsplash.com, Kat Yukawa)

Pullman (pte002/17.12.2019/06:05) - Wenn Spender erfahren, dass ihr Geld nicht für die von ihnen deklarierten Zwecke ausgegeben wird, fühlen sie sich von Wohltätigkeitsorganisationen betrogen und strafen diese oftmals rasch ab. Einer Studie der Washington State University (WSU) http://wsu.edu in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen zufolge, verweigern Geldgeber weitere Spendenzahlungen oder künftige freiwillige Einsätze für Institutionen, die ihr Vertrauen missbraucht haben, selbst wenn das Geld für einen anderen wohltätigen Zweck verwendet wurde.

Spezifischer Zweck erwünscht

"Die Idee, dass Wohltätigkeit überhaupt zu Betrugsvorwürfen führen kann, ist neu", erklärt Studienautor Jeff Joireman. Die Erwartungen an vertrauenswürdige, ehrliche Angaben von Hilforganisationen seien so hoch, dass eine Zweckentfremdung leicht für wütende Spender sorgt. Heutzutage spenden viele Menschen für konkrete Projekte, wie einen bestimmten Brunnen in einem afrikanischen Dorf oder ein spezifisches Start-up und erwarten, dass ihr Geld auch genau dort ankommt.

Im Rahmen der Untersuchung spendeten Studienteilnehmer je einen Dollar für einzelne Projekte in Indien oder Peru und wurden anschließend darüber informiert, dass die Hilfsorganisation deren Gelder für andere gute Zwecke eingesetzt hatten. Bereits diese geringe Summe sorgte für viel Ärger unter den Probanden. Die Studienergebnisse zeigen Joireman zufolge deutlich auf, wie wichtig Transparenz in diesem Bereich sei.

Negativer Ruf nach Zweckentfremdung

Abgesehen von der Ablehnung gegenüber Hilfsorganisationen, die ihr Vertrauen missbraucht haben, äußern sich Betroffene laut der Untersuchung nach solchen Vorfällen häufiger negativ über sie. Auch wenn ihre Zuwendungen einem anderen guten Zweck zugeführt wurden, fühlten sich die Spender betrogen, so Joireman. Die Studie erscheint in der nächsten Januar-Ausgabe des "Journal of the Association for Consumer Research" https://acrwebsite.org/web/about-jacr/about-jacr.aspx .

(Ende)
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