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pte20191128026 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Wirtschaft

Tata Steel streicht in England 1.000 Stellen

Unsicherheit wegen Handelsfehden und Brexit setzen Stahlindustrie in Großbritannien zu


Tata Steel: Abbau von 1.000 Stellen auf der Insel (Foto: tatasteeleurope.com)
Tata Steel: Abbau von 1.000 Stellen auf der Insel (Foto: tatasteeleurope.com)

London (pte026/28.11.2019/13:30) - Das Montanunternehmen Tata Steel Europe http://tatasteeleurope.com streicht in Großbritannien 1.000 Stellen. Der größte Stahlkonzern des Landes kämpft derzeit mit hohen Kosten für Rohmaterial und fallenden Weltmarktpreisen. Zusätzlich leidet die gesamte britische Stahlindustrie momentan unter wirtschaftlicher Unsicherheit und geringerer Nachfrage aufgrund der Handelsfehde zwischen den USA und China.

Drehen an der Kostenschraube

Tata Steel will mit dem Stellenabbau Kosten einsparen und im Zuge dessen sein Geschäft in Europa nachhaltiger machen. "Die Welt um uns herum verändert sich rasant und wir müssen uns daran anpassen", meint Henrik Adam, CEO von Tata Steel Europe. Die Kosten würden sich durch den Stellenabbau um 150 Mio. Pfund (etwa 176 Mio. Euro) reduzieren. Auch in den Niederlanden sollen bis zu 1.600 Jobs abgebaut werden. Jedoch will Tata Steel keines von seinen Stahlwerken schließen.

Zwei Drittel der Stellen, die abgebaut werden, entfallen laut Tata Steel auf die Verwaltung. Das Unternehmen hat aber noch nicht klargestellt, welche Stahlwerke betroffen sein werden. Dies sei laut der "Financial Times" besonders für die 4.000 Arbeiter im Tata-Stahlwerk in der Stadt Port Talbot problematisch, die schon seit mehreren Jahren von Unsicherheiten geplagt sind.

"Stahlmarkt in schwieriger Phase"

Der europäische Betriebsrat von Tata Steel kritisiert die aktuelle Entscheidung. Das Unternehmen habe "keine vernünftige Analyse über die Probleme durchgeführt, sondern nur den allgemeinen Umstand genannt, dass sich der europäische Stahlmarkt in einer schwierigen Phase befindet", zitiert die "Financial Times" die Arbeitnehmervertretung.

Neben Tata Steel hat auch das Traditionsunternehmen British Steel mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Großbritanniens zweitgrößter Stahlfabrikant stand im Mai wegen weniger Bestellungen aus Europa aufgrund des drohenden Brexit kurz vor der Insolvenz (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20190521021 ). Kürzlich hat sich jedoch das chinesische Stahlunternehmen Jingye Group bereit erklärt, British Steel für 70 Mio. Pfund (etwa 82 Mio. Euro) zu übernehmen.

(Ende)
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