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pte20190807021 Unternehmen/Wirtschaft, Auto/Verkehr

Continental muss nach Gewinneinbruch sparen

Deutsche Automobilindustrie von Konsolidierungswelle erfasst - Künftiger Fokus auf E-Mobilität


Continental-Reifen: Autozulieferer meldet Gewinneinbruch (Foto: continental.com)
Continental-Reifen: Autozulieferer meldet Gewinneinbruch (Foto: continental.com)

Hannover (pte021/07.08.2019/11:30) - Die deutsche Autozulieferindustrie ist von einer massiven Konsolidierungswelle erfasst. Nachdem vergangenen Freitag ZF Friedrichshafen seine Jahresprognose senken musste (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20190802024 ), hat nun auch Continental http://continental.com massive Sparmaßnahmen angekündigt, um dem eigenen Gewinneinbruch gegenzusteuern. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:28 Uhr) notiert die Conti-Aktie mit einem Plus von 0,82 Prozent bei 120,12 Euro.

"Durch weltweite Handelskonflikte und den Wettbewerb mit neuen Antriebstechnologien, geraten gerade Zulieferer stark unter Druck. Continental befindet sich in guter Gesellschaft, wenige Konzerne in der Automobilindustrie haben keine Gewinnwarnungen herausgegeben", meint Automobilanalyst Frank Schwope von der Nord/LB http://nordlb.de im Gespräch mit pressetext.

Sparen beim Verbrennungsmotor

Continental hat im zweiten Quartal 2019 Verluste beim Umsatz zu verkraften gehabt. Dieser beträgt rund 11,3 Mrd. Euro und ist damit um ein Prozent niedriger als der Umsatz im zweiten Quartal 2018. Die EBIT-Marge ist im zweiten Quartal 2019 auf 7,8 Prozent gesunken. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag sie noch bei 10,2 Prozent. Sparmaßnahmen sollen das Ruder nun herumreißen. "Auf den rückläufigen Markt reagieren wir mit strenger Kostendisziplin und Erhöhung unserer Wettbewerbsfähigkeit", sagt Continental-CEO Elmar Degenhart.

Degenhart zufolge wird sich der Konzern künftig stärker auf E-Mobilität konzentrieren. Der Markt entwickle sich stark in diese Richtung und Continental habe hier bereits Erfahrungen gesammelt. Einsparungen erfolgen sollen vor allem bei der Technologie für Verbrennungsmotoren, da die Nachfrage sinke. Außerdem wolle man nicht in die Fertigung von Festkörperbatteriezellen einsteigen.

Hoffnung für zweites Halbjahr 2019

Die Prognose von Continental für das Jahr 2019 ist wenig optimistisch. So rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang der globalen Automobilproduktion um fünf Prozent. Schwope sieht dagegen Luft nach oben: "Was bleibt, ist die Hoffnung für das zweite Halbjahr. Die ersten sechs Monate 2018 liefen gut für die Automobilindustrie, das zweite Halbjahr war aber sehr schwach. Diese niedrige Basis lässt auf eine Absatzsteigerung im Vergleich hoffen. Vor allem China hat hier Potenzial", so die Einschätzung Schwopes.

(Ende)
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