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pte20190802024 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen

Handelskrieg kostet ZF eine Mrd. Euro Umsatz

Jahresprognose nun bei 36 bis 37 Mrd. Euro - Neue Investitionen in Zukunftstechnologien geplant


ZF-Fahne: Handelskonflikte setzen Automobilzulieferer stark zu (Foto: zf.com)
ZF-Fahne: Handelskonflikte setzen Automobilzulieferer stark zu (Foto: zf.com)

Friedrichshafen (pte024/02.08.2019/12:30) - Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen http://zf.com senkt seine Jahresprognose auch aufgrund der zunehmend eskalierenden Handelsfehde zwischen den USA und China beim Umsatz um eine Mrd. Euro. Wegen der von US-Präsident Donald Trump kürzlich angekündigten zusätzlichen Zölle für China erwartet das Unternehmen für das zweite Halbjahr 2019 keine Verbesserung der globalen Konjunktur.

Folgen bereits eingepreist

"Im Moment sehen wir bei den internationalen Handelsfehden einen dynamischen Prozess, wir haben in unserer Prognose aber die voraussichtlichen Auswirkungen bereits eingepreist. Wir gehen davon aus, dass wir mit einer drohender Eskalation des Handelskonfliktes die Prognose so stehen lassen müssen", heißt es bei ZF Friedrichshafen auf Anfrage von pressetext.

Wegen der weltweit schwindenden Nachfrage nach PKWs und Nutzfahrzeugen, rechnet ZF für das Gesamtjahr 2019 mit einem Umsatz von 36 bis 37 Mrd. Euro. Im April hatte das Unternehmen noch mit einer zusätzlichen Milliarde beim Umsatz gerechnet. Im ersten Halbjahr lag dieser bei 18,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres stellt das einen Rückgang von 1,7 Prozent dar.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 646 Mio. Euro, was ebenfalls unterhalb der Prognose liegt. "Dieser Betrag kann uns nicht zufriedenstellen. Wir steuern gegen, indem wir partiell unsere Kapazitäten anpassen. Zudem leiten wir weitere Maßnahmen ein, um die Ergebnisqualität wieder zu verbessern", sagt ZF-Finanzvorstand Konstantin Sauer.

Optimismus bei Investitionen

Trotz der düsteren Prognose will ZF bei seinen Investitionen auf Kurs bleiben. So wird das Unternehmen in Kürze den Nutzfahrzeug-Bremsenhersteller Wabco http://wabco-auto.com akquirieren. Die Finanzierung dafür ist laut Sauer langfristig solide aufgesetzt. Auch bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien will ZF weiterhin Schritt halten. Das Unternehmen werde "unverändert in Elektromobilität und autonomes Fahren investieren", meint Sauer.

(Ende)
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