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pte20190227033 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

"Putin decodiert" räumt mit Russlandbild auf

Osteuropa-Historiker Alexander Rahr pocht mit Politthriller auf eine diversifizierte Darstellung


Buchcover:
Buchcover: "2054" soll Bild von Russland ändern (Foto: eulenspiegel.com)

Wien (pte033/27.02.2019/12:30) - Heute, Mittwoch, wird die zweite Auflage des Romans "2054 - Putin decodiert" von Russlandexperte Alexander Rahr veröffentlicht. Der Politthriller nimmt den Leser auf eine Reise durch die russische Zeitgeschichte, von der Regierungszeit von Iwan dem Schrecklichen über das heutige Russland unter Wladimir Putin bis zu einem Ausblick in eine mögliche Zukunft. Dabei findet Rahr Parallelen zwischen dem Russland im 16. Jahrhundert und der heutigen Zeit, speziell in Bezug auf die Umbrüche im Staatswesen. Vor allem aber zeigt das Buch ein Abbild der momentanen politischen Situation und Russlands Rolle darin.

Rahrs Vater war ein russischer Journalist, seine Familie war antikommunistisch eingestellt und musste deswegen in den Westen flüchten. Bei der Buchpräsentation, die von der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft (ORFG) http://orfg.net veranstaltet wurde, sagt Rahr im Gespräch mit pressetext: "Ich wollte mit dem Buch eine objektive Darstellung durch meine eigene Subjektivität erreichen. Ich habe meine eigenen Erfahrungen, meinen eigenen Schmerz in die Geschichte einfließen lassen."

Kein Schwarz-Weiß

Laut Rahr wäre eine offenere Haltung gegenüber Russland nach dem Fall der Sowjetunion wichtig gewesen und hätte die heutigen Spannungen vermieden. Der Osteuropa-Historiker wünscht sich vor allem ein diverseres, weniger absolutes Bild von Putins Russland: "Ich finde es problematisch, dass Russland für den Westen nur entweder demokratisch-liberal oder eine Diktatur sein kann. Diese Aufteilung in Schwarz oder Weiß wird dem Land nicht gerecht, hier herrscht ein zu starker Werteansatz."

Besonders wichtig ist Rahr eine genauere journalistische Berichterstattung: "Wenn man ein Land verstehen will, muss man in die Tiefe gehen, man darf nicht einfach aus der Distanz darüber urteilen. Ich wünschte, Deutschland hätte mehr Korrespondenten in Russland, momentan sind die Berichterstattungen entweder schöne Reiseberichte oder Anklagen über Menschenrechtsverletzungen. Mein Ziel war es, in dem Roman ein facettenreicheres Bild von Russland zu zeigen."

Ein "Putin-Versteher"

Bei der Buchpräsentation definiert Alexander Dubowy vom Institut für Sicherheitspolitik http://institutfuersicherheit.at Rahr als einen der ersten deutschen Politik-Experten, die sich intensiv mit Putin beschäftigt haben. Rahr gilt als "Putin-Versteher", was ihm, wie er selbst sagt, auch schon viel Kritik eingehandelt hat. Polemologe Christian Stadler meinte bei der Buchpräsentation dazu, man müsse ein Land verstehen, was nicht bedeutet, man müsse für seine Ideologie Partei ergreifen. Rahr pflichtet dem bei und meint, genau für dieses Verständnis schreibe er Bücher.

(Ende)
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