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pte20181121016 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen

Nicht einmal jede zweite Sanierung erfolgreich

Staufen-Studie: Jeder fünfte Top-Manager vermutet sogar Erfolgsquote von unter 25 Prozent


Besprechung: Manager sollten in die Zukunft schauen (Foto: staufen.ag)
Besprechung: Manager sollten in die Zukunft schauen (Foto: staufen.ag)

Köngen (pte016/21.11.2018/11:30) - Noch nicht einmal jede zweite Restrukturierung eines Unternehmens oder eines -bereiches ist nachhaltig von Erfolg gekrönt. Davon sind 71 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer mittelständischer Industriebetriebe in Deutschland überzeugt. Jeder fünfte Top-Manager geht sogar von einer Erfolgsquote von unter 25 Prozent aus, wie die Studie "Restrukturierung 2018" der Unternehmensberatung Staufen http://staufen.ag im Zuge einer Befragung von 244 Vorständen und Geschäftsführern mittelständischer Industrieunternehmen zeigt.

Blick auf Kennzahlen reicht nicht

Laut den Interviewten zeigt sich der Erfolg einer Restrukturierung in den Kennzahlen Liquidität und Umsatzrendite. Die Liquidität gehört ihrer Überzeugung nach zugleich zu den zentralen Steuerungsgrößen, gefolgt von Kostenstruktur, Umsatz beziehungsweise Rohertrag je Mitarbeiter, Durchlaufzeit und EBITDA. "Damit richten sie aber den Blick ausschließlich in die Vergangenheit - eine Sichtweise, die in Zeiten großer geopolitischer Umbrüche und digitalen Wandels entschieden zu kurz greift", sagt Staufen-Restrukturierungsexperte Andreas Sticher.

Der Staufen-Partner empfiehlt den Unternehmen eine präventive Herangehensweise an potenzielle Krisen. Restrukturierung sollte nicht erst dann zum Thema werden, wenn ein Unternehmen sich bereits in einer Schieflage befindet, sondern in guten Zeiten. "Viele Unternehmen haben das in den vergangenen guten Jahren nicht beherzigt. Das könnte ihnen bei anstehenden Finanzierungsgesprächen mit Banken auf die Füße fallen", warnt Sticher.

Für Krisenfälle gewappnet sein

Der häufigste Grund, zum Sanierungsfall zu werden, waren für die befragten Industriebetriebe in der Vergangenenheit Konjunktureinbrüche (33 Prozent) gefolgt von einem verschärften Preiskampf (29 Prozent). Viele Krisenauslöser sind jedoch auch hausgemacht. Dazu gehören mangelnde Markt- oder Kundenorientierung (26 Prozent), Fehler des Managements (25 Prozent), Vertriebsschwäche (22 Prozent) und strategische Fehlentscheidungen (22 Prozent).

(Ende)
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