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pte20181017012 Medizin/Wellness, Sport/Events

Knochenstärke: Essen wichtiger als Sport

Aufwendige wissenschaftliche Tests mit Labormäusen liefern eindeutige Ergebnisse


Wirbel: Ernährung stärkt Knochen mehr als Sport (Foto: pixelio.de/Dieter Schütz)
Wirbel: Ernährung stärkt Knochen mehr als Sport (Foto: pixelio.de/Dieter Schütz)

Ann Arbor (pte012/17.10.2018/10:30) - Wissenschaftler und Sportexperten diskutieren seit Jahren über die Frage, ob Sport oder Ernährung mehr positive Auswirkungen auf die Knochenstärke haben. Forscher der University of Michigan http://umich.edu haben diese Frage jetzt genau untersucht und sind zu einem überraschenden Ergebnis gelangt: Bei Tests mit Mäusen stellte sich eindeutig heraus, dass die Ernährung die entscheidendere Rolle spielt.

Mehr Sport bringt nichts

Auch nachdem das Bewegungsprogramm bei den Versuchstieren beendet war, blieb die aufgebaute Knochenstärke erhalten, allerdings nur so lange, wie auch die mit Mineralien angereicherte Diät verabreicht wurde. Laut Forschungsleiter David Kohn führt die langfristige Zufuhr nicht nur zu einer Zunahme der Knochenmasse und -stärke. Auch die Fähigkeit, sie zu erhalten, erhöht sich nach Beendigung des Fitnessprogramms.

Diese Studie sei zwar an Mäusen durchgeführt worden. Beim Menschen seien jedoch Veränderungen der Ernährung vor allem in zunehmendem Alter leichter durchzuführen, als immer weiter Sport zu machen. Laut einem in "PLOS ONE" erschienenen Fachbericht ist das zweite wichtige Ergebnis dieser Studie, dass die Ernährung allein, auch ohne Sport, bereits positive Auswirkungen auf die Knochen hat. Kohn hatte eigentlich erwartet, dass Sport in Kombination mit einer normalen Ernährung zur deutlich größeren Zunahme der Knochenstärke führen würde.

Kalzium sowie Phosphor

Laut Kohn hatten die meisten früheren Studien nur untersucht, welche Auswirkungen eine Nahrungsergänzung mit Kalzium hat. "Wir haben jedoch die Menge an Kalzium und Phosphor erhöht. Es zeigte sich, dass dieser Ansatz deutliche Vorteile bringt." Allerdings sei damit nicht gesagt, dass die Menschen losziehen sollten, um sich diese beiden Nahrungsergänzungsmittel zu besorgen. "Diese Studienergebnisse lassen sich nicht direkt von Mäusen auf Menschen übertragen." Vielmehr handle es sich bei den Ergebnissen um einen neuen Ansatz für weitere Studien.

Menschen erreichen Anfang 20 ihre höchste Knochenmasse. Danach kommt es im Laufe der Zeit zum schrittweisen Abbau. Die Forscher testeten für die aktuelle Studie aber nicht nur die Knochenmasse und -stärke. Es wurde eine Reihe mechanischer Tests zur Beurteilung der Knochen durchgeführt. Das sei von entscheidender Bedeutung, da die Knochenmasse nicht immer mit der mechanischen Qualität des Gewebes übereinstimme. Die Tiere wurden nach acht Wochen mit einem Trainingsprogramm und einer optimierten Ernährung getestet. Diese Untersuchungen wurden zwei Monate nach Beendigung des Programms wiederholt.

(Ende)
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