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pte20180903003 Forschung/Technologie, Medizin/Wellness

Eiweiß neutralisiert aggressive Darmbakterien

Genmanipuliertes Peptid steuert Aktivierung der Urease gegen Helicobacter pylori


Bauchweh: Therapie gegen Helicobacter (Foto: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de)
Bauchweh: Therapie gegen Helicobacter (Foto: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de)

Bologna (pte003/03.09.2018/06:05) - Mitarbeiter des Dipartimento di Farmacia e Biotecnologie an der Università di Bologna http://unibo.it haben eine neue Methode zur Bekämpfung von Helicobacter pylori entwickelt. Maßnahmen gegen dieses stark verbreitete Darmbakterium stehen laut der Weltgesundheitsorganisation WHO http://www.who.org mit an oberster Stelle der internationalen Prioritätenliste.

Schutz der Magenschleimhaut

Ansatzpunkt der italienischen Forscher war das Enzym Urease, das die in den Magensäften reichhaltig vorhandene Salzsäure neutralisieren kann und damit das Überleben des Bakteriums ermöglicht. Dahingehende Therapieansätze waren in der Vergangenheit an der geringen Effizienz und den toxischen Nebenwirkungen gescheitert. "Bei der von uns entwickelten Methode wird nicht auf die Aktivität der Urease, sondern auf den vom Bakterium genutzten Mechanismus zur Aktivierung der Urease eingewirkt", erklärt Projektleiterin Barabara Zambelli.

Der spiralförmige Helicobacter pylori besiedelt die Schleimhaut der Magenwände, ohne dabei normalerweise Krankheitssymptome auszulösen. In manchen Fällen kann es jedoch zu Pathologien wie Magengeschwüren und chronischer Gastritis kommen. Außerdem erhöht sich die Gefahr von Magenkrebs. Deshalb besteht die Aufgabe der Forschung darin, Antibiotika zu entwickeln, die auch gegen resistente Bakterienstämme wirken.

Bakterien geschickt überlisten

Die Wissenschaftler haben ein Peptid genutzt, das einen Einfluss auf die Entstehung der Urease hat und sich mithilfe genmanipulierter Bakterien innerhalb des Helicobacter pylori erzeugen lässt. Es handelt sich um das Escherichia coli, das wegen seiner besonderen genetischen Struktur für die Molekularbiologie seit längerem als Modellorganismus dient.

"Durch die Klonierung seiner Gene und den Einbau einer die Uraease blockierenden Gensequenz kann der Helicobacter gewissermaßen überlistet werden", erläutert Zambelli. Dieser innnovative Forschungsansatz mache es möglich, Urease-Inhibitoren in einem Zellsystem zu testen, das das Zielbakterium imitiert und somit die Entwicklung hocheffizienter Pharmaka ermöglicht.

Die Arbeit ist aus Mitteln der Fondi per il Finanziamento alla Ricarca di Base der Universität von Bologna finanziert worden. Einzelheiten der Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift "Biochimica et Biophysica Acta" unter dem Titel "Targeting Helicobacter Pylori Urease Activitry and Maturation: in -cell high-throughput approach for drug discovery" veröffentlicht.

(Ende)
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