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Fr, 13.07.2018 06:10
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pte20180713003 Tourismus/Reisen, Handel/Dienstleistungen

Airbnb ist nur für weiße Nachbarschaften rentabel

Billige Miete: Minderheiten-Viertel entgehen lukrativem Spillover-Effekt
New York City: Spillover-Effekt nicht überall (Foto: TiM Caspary, pixelio.de)
New York City: Spillover-Effekt nicht überall (Foto: TiM Caspary, pixelio.de)

West Lafayette (pte003/13.07.2018/06:10) - Der Community-Marktplatz Airbnb http://airbnb.com wirkt sich profitabel auf weiße Nachbarschaften in den USA aus, aber nicht auf Wohngebiete mit mehrheitlich farbigen und hispanische Einwohnern. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Forschern der Purdue University's Krannert School of Management http://krannert.purdue.edu .

Auswirkung auf Wirtschaft

"Airbnb hat wiederholt behauptet, dass es der lokalen Wirtschaft in schwarzen Vierteln hilft, besonders in New York City. Wir finden keinen Hinweis auf diesen wirtschaftlichen Spillover-Effekt", erklärt Studienautor Mohammad Rahman zum Anlass der Untersuchung. Die Researcher haben mehr als 3,5 Mio. Bewertungen auf Airbnb und Yelp sowie Beschäftigungsdaten des US Bureau of Labor Statistics über einen Zeitraum von zehn Jahren analysiert, um Airbnbs Auswirkungen auf lokale Restaurants in New York City zu ermitteln.

Laut dem Team führt ein Anstieg der Airbnb-Bewertungen um zwei Prozent pro Haushalt in einem Viertel zu einem Anstieg der Beschäftigung um drei Prozent und zu einem Anstieg um sieben Prozent von Yelp-Besuchern in Restaurants. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Airbnb-Gäste in der Regel ihr Geld direkt vor Ort ausgeben statt einfach nur ein günstiges Viertel für billige Unterkünfte zu nutzen, während zu traditionelleren Touristenzielen gependelt werden könnte. Der Spillover-Effekt ist jedoch nicht in den Vierteln messbar, in denen 50 Prozent oder mehr Einwohner Schwarze oder hispanischen Ursprungs sind.

Fremde Kultur schreckt ab

"Menschen, die in Minderheiten-Vierteln übernachten, laufen dort eher nicht herum und geben ihr Geld aus. Sie sind zwar glücklich, in solchen Bereichen zu wohnen, weil sie eine billigere Alternative sind, aber sie fühlen sich möglicherweise nicht wohl oder die Restaurants entsprechen nicht ihren Vorlieben. Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob das ein Ergebnis von Rassismus ist. Unser nächster Schritt wird sein, das herauszufinden", so Rahman. "Als wir uns mehrere andere Städte in den USA ansahen, blieb der Trend gleich. Die meisten schwarzen Regionen profitieren von dem Spillover-Effekt nicht."

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Sabrina Manzey
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
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