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pte20180409004 Unternehmen/Wirtschaft, Umwelt/Energie

Gold: Elektroschrott-Recycling billiger als Bergbau

Umweltfreundliches "Urban Mining" ist auch ökonomisch äußerst sinnvoll


Müllberg: Da zahlt sich Goldgräberei mehr als aus (Foto: Frank Radel/pixelio.de)
Müllberg: Da zahlt sich Goldgräberei mehr als aus (Foto: Frank Radel/pixelio.de)

Peking/Sydney (pte004/09.04.2018/06:15) - "Urban Mining", die Gewinnung von Gold, Kupfer und anderen Metallen aus Elektroschrott, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Das zeigt eine aktuelle Studie von Forschern der Tsinghua University und der Macquarie University http://mq.edu.au . Demnach liegen zumindest in China die Kosten für die Metallgewinnung durch Recycling mittlerweile weit unter jenen für klassischen Bergbau.

Schürfenswerter Schatz

2016 sind weltweit 44,7 Mio. Tonnen Elektroschrott angefallen, so Angaben der United Nations University http://unu.edu , ITU http://itu.int und International Solid Waste Association http://iswa.org im "Global E-Waste Monitor 2017". Darin stecken demnach Gold, Silber, Kupfer, Platin und andere Metalle im Wert von zumindest 55 Mrd. Dollar. Dennoch wurden nur etwa 20 Prozent recycelt. Denn wenngleich der ökologische Sinn des Urban Mining auf der Hand liegt, ist die Frage, ob es auch wirklich ökonomisch sinnvoll ist.

Das ist zumindest in China definitiv der Fall, so die in "Environmental Science & Technology" http//pubs.acs.org/journal/esthag erschienene Studie. Die Forscher haben dafür analysiert, was es bei acht Recycling-Unternehmen in China wirklich kostet, reines Kupfer oder Gold aus Elektroschrott zu gewinnen. Dabei wurden Kapitalkosten für Anlagen und Maschinen ebenso berücksichtigt wie laufende Kosten von Arbeit über Energie bis Transport. Ihr Schluss: Es kostet 13 Mal mehr die Metalle durch primären Bergbau zu gewinnen. Sollte Ähnliches auch für andere Metalle und Länder gelten, wäre eine letztlich umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft also äußerst sinnvoll.

(Ende)
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