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pte20171012021 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen

Machtfaktor Online-Banking: Bankfilialen bluten aus

Jeder vierte deutsche Internetnutzer tätigt Geschäfte nur noch im Netz


Geld auf Tastatur: Viele nutzen Online-Banking (Foto: Marc Boberach, pixelio.de)
Geld auf Tastatur: Viele nutzen Online-Banking (Foto: Marc Boberach, pixelio.de)

Berlin (pte021/12.10.2017/13:42) - Niederlassungen von Finanzdienstleistern sterben aufgrund der digitalen Möglichkeiten aus, wie eine aktuelle Umfrage unter 1.009 Deutschen des Berliner Digitalverbands BITKOM http://bitkom.org zeigt. Demnach regelt bereits jeder vierte Internetnutzer seine Bankgeschäfte ausschließlich online. Das entspricht gut 14 Mio. Menschen in Deutschland. Sie besuchen keine Bankfiliale mehr. 47 Prozent statten ihrer Bank zumindest hin und wieder trotz Online-Banking einen Besuch ab - Tendenz fallend.

"Für die meisten alltäglichen Bankgeschäfte ist ein Besuch in der Filiale nicht mehr notwendig. Wer Online-Banking oder Mobile-Banking nutzt, kann von der Überweisung über den Dauerauftrag, den Handel mit Wertpapieren bis hin zur Kreditberatung alles von zu Hause erledigen", sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Kaum Vertrauen gegenüber Bankberatern

Geht es allerdings um Steuererklärung, Anlageberatung oder Baufinanzierung, zeigt sich ein anderes Bild. So vertrauen neun von zehn Befragten in Finanzfragen Familie und Freunden, dahinter folgen Infos aus dem Internet. 65 Prozent halten Online-Vergleichsportale wie Check24 und Verivox bei Finanzangelegenheiten für vertrauenswürdig. Fast ebenso viele (64 Prozent) bauen auf Online-Verbraucherportale wie finanzen.net oder finanztip.de.

Während jeder Dritte (35 Prozent) auch auf die Kontakte aus sozialen Netzwerken bauen und 28 Prozent bei Geldfragen durch Online-Foren und Online-Blogs klicken, sprechen nur 30 Prozent ihrem Bankberater das Vertrauen aus. Schlusslicht bilden Versicherungsvertreter, die nur jeder Vierte (26 Prozent) bei finanziellen Ratschlägen für vertrauenswürdig hält. "In Geldfragen gibt es nicht die eine Instanz, der die Verbraucher bedingungslos vertrauen. Dank Online-Angeboten gibt es heute die Möglichkeit, so einfach wie noch nie eine zweite oder dritte Meinung vor einer Anlage- oder Kreditentscheidung einzuholen", so Rohleder abschließend.

(Ende)
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Ansprechpartner: Florian Fügemann
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