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pte20151028003 Handel/Dienstleistungen, Kultur/Lifestyle

Kette wegen lebender Krebse in Folie unter Druck

Kunden von Korea Foods reagieren entsetzt und lösen Shitstorm aus


Krabbe: bei Korea Foods lebend in Plastik verpackt (Foto: pixelio.de, s.kunka)
Krabbe: bei Korea Foods lebend in Plastik verpackt (Foto: pixelio.de, s.kunka)

London (pte003/28.10.2015/06:10) - Die Supermarkt-Kette Korea Foods http://koreafoods.co.uk sieht sich im Netz mit einem heftigen Shitstorm konfrontiert, weil sie in ihrer Filiale im Londoner Vorort New Malden lebendige Krebse in einer Plastik-Verpackung zum Verkauf angeboten hat. Das Unternehmen hat sich in Großbritannien auf die Lieferung von japanischen und koreanischen Lebensmitteln spezialisiert.

In Folie frisch abgepackt

Laut einem Bericht des "Telegraph" importiert die Supermarkt-Filiale die Schalentiere täglich, wickelt sie in eine Frischhaltefolie ein und bietet sie anschließend lebend im Kühlschrank an. Zahlreiche Kunden hatten sich darüber beschwert, dass die Krebse sich in vielen Fällen bewegen und starteten daraufhin eine Online-Protest gegen diese umstrittene Verkaufspraxis.

Die Zeitung beruft sich auf das örtliche Blatt "New Malden Local Guardian", wonach Supermarkt-Kunden das Geschehen mit Aussagen wie "wirklich entsetzlich" bis hin zu "abscheuliche Praxis" kommentiert hätten. Ein Kunde verglich die Handhabung damit, eine lebendige Kuh zum Verkauf in einen engen Käfig zu sperren und plädierte dafür, den Krebstieren zumindest Platz für etwas Bewegungsfreiheit zu geben.

Kulturelle Unterschiede

Ein Sprecher des Supermarktes verweist untderdessen auf kulturelle Unterschieden zwischen britischen Konsumenten und Gepflogenheiten aus Fernost: "Einige Engländer sind da wohl sehr empfindsam. Wir betreiben diese Filiale seit zehn Jahren und waren noch nie solchen Beschwerden ausgesetzt", heißt es. "Als Anbieter internationaler Lebensmittel verkaufen wir lebende Krebse, weil unsere Kunden das mögen. Uns ist vor allem wichtig, dass sie frisch sind." In New Malden existiert eine der größten koreanischen Exil-Communitys Europas.

Laut der Gemeindeaufsicht verhält sich der Supermarkt mit dieser Art des Krebsverkaufes rechtlich korrekt. Der Verkauf frischer, lebender Krustentiere in Geschäften ist vielerorts auf der Welt gängige Praxis. In Japan gibt es sogar Verkaufsautomaten mit lebendigen Krebstieren, wogegen sich allerdings eine Change.org-Petition wegen Tierquälerei erhoben hatte.

(Ende)
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