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pts20150429027 Medien/Kommunikation, Forschung/Technologie

Funkamateure üben für Katastrophenschutz

Kommunikation mit Blaulichtorganisationen und Bundesheer bei Blackout

Wien (pts027/29.04.2015/17:30) - Die ca. 6000 staatlich geprüften Funkamateure Österreichs veranstalten am 1. Mai wieder die große nationale Notfunkübung auf Kurzwelle. Dabei werden jährlich Funkverbindungen mit allen politischen Bezirken, den Staatsfunkstellen und Blaulichtorganisationen hergestellt. Besonderes Augenmerk liegt diesmal auf der Funktionsfähigkeit der Anlagen mittels Notstromversorgung oder Batterien, um auch für den Fall eines weiträumigen Stromausfalls gerüstet zu sein.

"Funkamateure sind eine in der Bevölkerung integrierte Ressource als Kommunikationsmittel im Not- und Katastrophenfall, die besonders durch die vorhandenen privaten Funkanlagen und das spezialisierte technische Know-How die Funkmittel und Kommunikationswege der Behörden wertvoll ergänzen könne" , sagt Ing. Michael Zwingl, Präsident des ÖVSV, der Interessensvertretung des Amateurfunkdienstes.

Auch das Bundesheer und die Landesorganisationen des Roten Kreuzes, die Landeswarnzentralen und Funkstellen anderer Behörden und Hilfsorganisationen, sowie an Schulen und Feuerwehren, nehmen an der 6 Stunden dauernden Übung unter sehr wirklichkeitsnahen Bedingungen mit behördlich zugewiesenen Rufzeichen teil.

Aktuell leistet der Amateurfunk auch Hilfe in der Erdbebenregion in Nepal, um abgelegene Gebiete, die vom Telefonnetz abgeschnitten sind, zu erreichen und Kontakt zu Hilfsteams zu halten. Beispielhaft waren auch die Einsätze nach dem Tsunami in Asien und Sturmkatastrophen auf den Philippinen und in den USA.

Amateurfunk ist ein technisch-experimenteller Funkdienst, der in Österreich durch das Amateurfunkgesetz, einem Bestandteil des Telekommunikationsrechtes, reglementiert ist. Weltweit genießen die Interessen der Funkamateure aufgrund ihrer besonderen Leistungen im Hinblick auf technische Entwicklung und ihrer strukturellen Unterstützung in Not- und Katastrophenfällen den besonderen Schutz durch anerkanntes Völkerrecht. Informationen über den Amateurfunkdienst und die Leistungen von österreichischen Funkamateuren finden Sie auf der Homepage des Österreichischen Versuchssenderverbandes unter: http://www.oevsv.at

(Ende)
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