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pte20150107008 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

MeinFernbus und FlixBus beleben Markt mit Fusion

Streckennetze werden verbunden - Mehr Expressverbindungen geplant


FlixBus und MeinFernbus: Fusion am Markt (Foto: meinfernbus.de, Johannes Jakob)
FlixBus und MeinFernbus: Fusion am Markt (Foto: meinfernbus.de, Johannes Jakob)

Berlin/München (pte008/07.01.2015/11:54) - Die beiden deutschen Fernbus-Reiseanbieter MeinFernbus http://meinfernbus.de und FlixBus http://flixbus.de schließen sich zusammen und verbinden ihre Streckennetze miteinander. Die beiden Unternehmen decken heute bereits die Hälfte des Marktes ab und wollen mit der Fusion künftig noch schlagkräftiger werden. Ziel ist vor allem der Ausbau von Fahrten ins benachbarte Ausland. Details der Fusion sollen am Freitag folgen.

"Nehmen jetzt Kurs auf Europa"

"Wir bündeln unsere Stärken zu einem gemeinsamen Ziel und nehmen jetzt Kurs auf Europa", zeigt sich FlixBus-Gründer Jochen Engert zuversichtlich. MeinFernbus-Gründer Torben Greve strebt unterdessen eine dichtere Taktung der Fahrten und mehr Expressverbindungen an. Die Liberalisierung des Fernbusmarktes hat die Beförderungszahlen stark in die Höhe geschraubt. MeinFernbus hat 2014 rund 7,2 Mio. Fahrgäste befördert, FlixBus immerhin 3,5 Mio. Menschen.

Das IGES Institut http://iges.de hat das Fahrgastaufkommen für das abgelaufene Jahr auf etwa 20 Mio. geschätzt. Das Statistische Bundesamt will im Sommer die Zahlen für 2014 vorlegen. Heute, Mittwoch, wollen beide Firmen zunächst die Beschäftigten über den Zusammenschluss informieren. Bei MeinFernbus in Berlin stehen 250 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste, bei Flixbus in München sind es 230. Hinzu kommen noch mehrere Hundert Fahrer und Disponenten.

Volle Marktmacht bei Busreisen

Im Rahmen der angebotenen Fahrten in Kilometern hatte MeinFernbus laut IGES Anfang Dezember einen Marktanteil von 46 Prozent, Flixbus lag mit 29 Prozent auf Platz zwei vor den Busmarken der Deutschen Bahn, die mit Berlinlinienbus und IC Bus zehn Prozent erreicht hat. Kartellrechtliche Bedenken gibt es vonseiten der Behörde nicht - aus gutem Grund: Verglichen mit Flugzeug, Auto und Bahn deckt der Bus nur einen kleinen Teil des Fernverkehrsmarktes ab.

(Ende)
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