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pte20140130004 Unternehmen/Wirtschaft, Umwelt/Energie

Kostenexplosion drückt Gewinne von Ölmultis

2013 mehr als 90 Mrd. Euro Ausgaben zur Erhöhung der Fördermengen


Bohrinsel: Ölfirmen auf Suche nach neuen Quellen (Foto: pixelio.de/D. Schütz)
Bohrinsel: Ölfirmen auf Suche nach neuen Quellen (Foto: pixelio.de/D. Schütz)

Houston (pte004/30.01.2014/06:15) - Die drei Ölkonzerne Chevron http://chevron.com , ExxonMobil http://exxon.com und Royal Dutch Shell http://shell.com haben 2013 zusammen knapp 90 Mrd. Euro ausgegeben, um ihre Öl- und Gasfördermengen zu erhöhen. Jedoch können die Unternehmen im Verhältnis zu ihren Ausgaben kaum Erfolge vorweisen. Bei den Jahresergebnissen werden folglich starke Gewinnrückgänge erwartet, berichtet das Wall Street Journal.

Neue Ölquellen

Eines der größten Probleme sind die wachsenden Kosten vieler neue Megaprojekte. Pläne für eine Bohrinsel im Kaspischen Meer kosten dem Konsortium von ExxonMobil und Shell 30 Mrd. Euro. Im Original-Budget ging man von umgerechnet etwa 7,5 Mrd. Euro aus. Der Preis für ein Joint-Venture-Erdgasprojekt der drei Unternehmen in Australien mit dem Namen "Gorgon" schwoll um 45 Prozent auf 40 Mrd. Euro an.

Shell investiert etwa 7,5 Mrd. Euro in eine noch unerprobte Technologie, um eine Erdgasanlage auf einem großen Schiff aufzubauen, womit es möglich ist, die Erde auch in abgelegenen Plätzen anzuzapfen. In den zurückliegenden fünf Jahren haben die Ölkonzerne etwa 365 Mrd. Euro für die Exploration neuer Ölquellen ausgegeben.

Teure Konzessionen

Die produktivsten und langlebigsten Öl- und Gasförderflächen sind meist im Besitz von Staaten wie Venezuela oder Saudi Arabien. Daher müssen die Ölkonzerne immer tiefer in ihre Taschen greifen und bringen damit auch ihre normalerweise so verlässlichen Profitmargen in Gefahr. Allein die Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital kostete Exxon 2013 etwa 30 Mrd. Euro.

Auch, dass sich die drei Ölgiganten zu spät dem Boomthema Schiefergas gewidmet und dieses Feld kleineren Unternehmen überlassen haben, trägt mit dazu bei, dass kaum jemand bezweifelt, dass die Ölfirmen für 2013 einen Gewinnrückgang im Jahresbericht verzeichnen werden.

Düstere Vorahnungen

Laut Analysten wird der kombinierte Gewinn von Chevron, ExxonMobil und Shell ungefähr 50 Mrd. Euro ergeben. 2012 betrug dieser etwa 20 Mrd. Euro mehr. Zu Beginn des Monats gab Shell seine erste Gewinnwarnung seit zehn Jahren aus. Die Jahreserträge werden voraussichtlich bei 12,3 Mrd. Euro liegen. Knapp 20 Mrd. Euro betrugen sie noch 2012. Die Jahresergebnisse für 2013 von ExxonMobil und Shell werden am Donnerstag bekannt gegeben, Chevron folgt mit seinen Ergebnissen morgen, Freitag.

Die Verantwortlichen der Ölfirmen sind aber weiter optimistisch. ExxonMobil und Chevron wollen mit ihren Megaprojekten innerhalb der nächsten drei Jahre durchstarten. Und Shell will seinen Fokus nach der Gewinnwarnung wieder mehr auf die Profitabilität lenken und nicht so sehr die Produktivität seiner Ölfelder steigern.

Experten sind jedoch skeptisch, wenn Ölfirmen versprechen, weniger in die Exploration neuer Ölfelder zu investieren. Denn der weltweite Wettkampf um neue Ölfelder geht ungebrochen weiter. "Wenn man nicht investiert, schrumpft man", meint dazu Dan Pickering, Präsident von Pickering Holt http://tphco.com , einer Investmentbank in Houston.

(Ende)
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