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pte20131202012 Produkte/Innovationen, Umwelt/Energie

Japanische Firma will Mond zu Solarpark machen

400 Kilometer breiter Gürtel soll Energieproblematik für immer lösen


Solarzellen auf dem Mond:
Solarzellen auf dem Mond: "Luna Ring" soll Strom liefern (Foto: shimz.co.jp)

Tokio (pte012/02.12.2013/11:30) - Die Tokioter Shimizu Corporation http://www.shimz.co.jp will auf dem Mond eine riesige Solaranlage errichten und einen 400 Kilometer breiten Gürtel von Solarzellen um den Äquator des Erdtrabanten legen. Die entstehende Energie soll per Laser oder Mikrowellenstrahlen zur Erde übertragen werden. Der Baubeginn ist für 2035 vorgesehen.

Strom auch bei Schlechtwetter

Weil immer ein Teil des Solargürtels der Sonne zugewandt ist, lässt sich laut Konzept 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche Strom erzeugen, womit das Problem von Solaranlagen mit schlechtem Wetter auf der Erde umgangen wird. Wolken gibt es schließlich auf dem Mond nicht. Insgesamt soll der Gürtel 11.000 Kilometer lang sein, so lang wie der Äquator.

Von der Sonnenseite soll die mit den Solarzellen erzeugte Energie per Stromkabel zunächst auf die der Erde zugewandte Mondseite geleitet und dann mit Laseranlagen und Mikrowellenantennen an Empfangsstationen zum blauen Planeten gesendet werden. 13.000 Terawatt soll die Anlage produzieren können - im Vergleich zu 4.100 Terawatt, welche 2011 in den gesamten USA generiert wurden, schreibt der Telegraph.

Roboter sollen Pläne realisieren

"Ein Wechsel vom Verbrauch limitierter Ressourcen zu unlimitiertem Verbrauch sauberer Energie ist der ultimative Traum der Menschheit", heißt es auf der Firmenwebseite. "Der 'Luna Ring' macht diesen Traum durch geniale Ideen in Verbindung mit fortgeschrittenen Weltraum-Technologien wahr." Der Bau des Solar-Äquators soll durch Roboter erfolgen, die 24 Stunden täglich von der Erde aus gesteuert werden.

Laut Shimizu können aus der Monderde außerdem Keramik, Glas, Sauerstoff, Beton, Wasser und Solarzellen hergestellt werden. Zu den geschätzten Kosten macht der Konzern keine Angaben. Zwar hat die Katastrophe von Fukushima die japanische Bevölkerung offener für alternative Energiequellen werden lassen, dennoch erscheint der Plan derzeit noch wie Science Fiction. So bezweifelt man beim Technologie-Fachmagazin Wired sogar, dass Shimizu die notwendigen Grundbesitzrechte zum Baustart auf dem Mond erwirbt.

(Ende)
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