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pte20131022029 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Neue Knochenmark-Transplantationsmethode getestet

Spender und Empfänger müssen nicht mehr exakt übereinstimmen


Weiße Blutkörperchen: schützen effektiv gegen Infektionen (Foto: SPL)
Weiße Blutkörperchen: schützen effektiv gegen Infektionen (Foto: SPL)

London (pte029/22.10.2013/13:52) - Ärzte am Great Ormond Street Hospital http://gosh.nhs.uk haben ein neues Verfahren zur Transplantation von Knochenmark durchgeführt. Laut dem leitenden Wissenschaftler Waseem Qasim könnte dieses Verfahren helfen, Engpässe bei Spendern zu lindern, da keine perfekte Übereinstimmung erforderlich ist.

Fünf Jahre alter Junge behandelt

Der Patient Mohammed Ahmed ist jetzt fast fünf Jahre alt. Er war eines von den ersten drei Kindern weltweit, bei denen das neue Verfahren eingesetzt wurde. Der Junge leidet an einem schweren kombinierten Immunschwäche-Syndrom und wartete seit Jahren auf einen geeigneten Spender. Das Kind wurde mit einem Jahr zur Behandlung an dieses Krankenhaus überwiesen.

Das schwache Immunsystem macht den Jungen anfälliger für Infektionen. Eine Transplantation des Knochenmarks ist derzeit die einzige bekannte Behandlungsmöglichkeit. Während der Patient auf der Warteliste stand, erkrankte er schwer an einer Schweinegrippe. Die Ärzte entschieden daher, dass seine einzige wirkliche Chance eine Transplantation mit einem Knochenmark ist, das nicht genau mit dem seinen übereinstimmt. Der Vater stellte sich als Spender zur Verfügung und stimmte auch der Behandlung seines Sohnes zu.

Sicherheitsschalter verhindert Abstoßung

Vor der Knochenmarksspende wurde der Vater gegen Schweinegrippe geimpft, damit seine Knochenmarkszellen lernen konnten, diese Krankheit zu bekämpfen. Die gespendeten Immunzellen wurden von den Ärzten mit einem Sicherheitsschalter versehen, der bei den T-Zellen die Selbstzerstörung einleiten würde, sollte der Körper des Patienten sie abstoßen. Eine Abstoßung oder "Graft-versus-Host Disease" gilt bei einer Knochenmarkstransplantation als schwere Komplikation und große medizinische Herausforderung.

Die 2011 durchgeführte Transplantation war aber erfolgreich. Der Sicherheitsschalter musste nicht aktiviert werden. Mohammed muss zwar immer noch eine Reihe von Medikamenten einnehmen, sein Immunsystem ist aber heute in einem besseren Zustand. Laut Qasim könnte der neue Behandlungsansatz bedeuten, dass Kinder, für die kein perfekter Spender zur Verfügung steht, die gleichen Heilungschancen haben können. "Wir gehen davon aus, dass Mohammed von seiner Krankheit geheilt ist. Er sollte jetzt ein ziemlich normales Leben führen können."

Tausende warten auf geeignete Spender

Details der Behandlung des Patienten und der vom Krankenhaus, dem King's College London und dem Institute of Child Health, wurden im Fachmagazin PLoS One http://plosone.org veröffentlicht. Derzeit warten allein in Großbritannien rund 1.600 Patienten auf eine Knochenmarkspende. Weltweit sind 37.000 Menschen betroffen. Nur 30 Prozent von ihnen finden innerhalb ihrer Familien einen passenden Spender.

(Ende)
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Ansprechpartner: Michaela Monschein
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