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pte20120405006 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Gebärmutterkrebs: Für mehr Frauen Todesursache

Fettsucht mitverantwortlich - Viel Sport und gesunde Ernährung wichtig


Frau in Behandlung: Therapien werden besser (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz)
Frau in Behandlung: Therapien werden besser (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz)

London (pte006/05.04.2012/11:00) - Die Anzahl von Frauen, die an Gebärmutterkrebs stirbt, ist ist laut Cancer Research UK http://cancerresearchuk.org im vergangenen Jahrzehnt um fast 18 Prozent angestiegen. Aktuelle Daten zeigen, das heute mehr Erkrankungen diagnostiziert werden. Die Frauen leben nach der Diagnose länger. Die Gesamtzahl der Todesfälle hat sich jedoch ebenfalls erhöht. Experten wie Rachael Gormley argumentieren, dass die Zunahme an Fettsucht für den Anstieg verantwortlich ist. Cancer Research UK hält die aktuellen Sterbezahlen für äußerst Besorgnis erregend.

Mortalität angestiegen

Krebserkrankungen der Gebärmutter gehören zu den vierthäufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und treten eher nach der Menopause auf. Von den 1970er-Jahren bis 1996 blieb die Anzahl der Erkrankungen mit 13,7 Fällen auf 100.000 Frauen in Großbritannien ungefähr gleich. Derzeit liegt dieser Wert bei 19,6 pro 100.000. Das ist ein Anstieg um 43 Prozent. Die Überlebensraten haben sich verbessert. 77 Prozent der Patientinnen leben mindestens fünf Jahre nach der Behandlung noch.

In der vergangenen Dekade ist die Sterblichkeit von 3,1 auf 3,7 pro 100.000 Frauen angestiegen. 2010 starben 1.937 Frauen in England an dieser Krebsform. Cancer-Research-UK-Experte Jonathan Ledermann betont, dass es äußerst Besorgnis erregend ist, dass mehr Frauen an Gebärmutterkrebs sterben. "Trotzdem ist es aber so, dass die Überlebenschancen heute besser sind als je zuvor", so der Fachmann.

Höhere Überlebenschancen

Für die höheren Überlebenschancen der betroffenen Frauen sind die besser organisierte Versorgung bei Krebserkrankungen, Ambulanzen für Blutungen nach der Menopause, Fortschritte in der Chirurgie, Chemotherapie und Strahlenbehandlung in den Krankenhäusern afgrund von klinischen Studien verantwortlich. Laut Rachael Gormley vom World Cancer Research Fund http://wcrf.org gehört Gebärmutterkrebs zu einer jener Krebserkrankungen, bei denen es konkrete Hinweise darauf gibt, dass eine Fettsucht das Risiko erhöht.

Das gleiche gilt den Fachleuten auch für Brust-, Darm-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen- und Nierenkrebs. "Nachdem immer mehr Menschen fettsüchtig sind, ist auch mit einem Ansteigen der Krebserkrankungen zu rechnen. "Maßnahmen zur Verhinderung einer Fettsucht wie eine gesunde Ernährung und viel Bewegung gehören zu den wichtigste Dingen, die getan werden können, um das Krebsrisiko zu verringern", unterstreicht Gormley.

(Ende)
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