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Yamaha lässt tote Kultsänger wiederauferstehen

"Vocaloid" soll nahezu perfekte synthetische Stimmkopien liefern


John Lennon: Lässt sich das Original ersetzen? (Foto: bavarian-beatles-store.de)
John Lennon: Lässt sich das Original ersetzen? (Foto: bavarian-beatles-store.de)

Tokio (pte002/24.12.2011/06:05) - Die Fangemeinde verstorbener Kultmusiker wie Elvis Presley oder den Beatles kann aufatmen: Computerwissenschaftler des japanischen Konzerns Yamaha http://www.yamaha.com arbeiten an einem technischen Verfahren, das die Stars von gestern bzw. deren Stimmen zumindest in synthetischer Form wieder auferstehen lässt. Ermöglichen soll das ein neuartiges Verfahren, das Yamaha "Vocaloid" getauft hat und das es auf Basis der Analyse der gesammelten Werke bekannter Künstler erlaubt, nahezu perfekte künstliche Abbilder der stimmlichen Originale zu erschaffen und diese völlig neue Musikstücke singen zu lassen.

"Ich glaube nicht, dass ein derartiger Ansatz bei eingefleischten Beatles-Fans wirklich auf großes Interesse stoßen wird", erklärt Frank Seltier, Beatles-Experte und Betreiber des Bavarian Beatles Store http://www.bavarian-beatles-store.de , auf Nachfrage von pressetext. Gerade innerhalb der Fan-Communitys von Beatles und Co sei nämlich Authentizität ein wesentlicher Faktor. "Diesen Leuten ist es sehr wichtig, dass die Musikstücke ihrer Lieblingsstars authentisch sind. Sie sind fasziniert von unveröffentlichten Video- und Audiomitschnitten, die irgendwo auftauchen", so Seltier.

Noch unausgereift

Der Beatles-Experte gibt sich zudem eher skeptisch, was die Qualität der synthetisch produzierten Kultstimmen betrifft: "Eine echte menschliche Stimme lässt sich durch eine synthetische einfach nicht ersetzen." "So weit ich weiß, waren die Zuhörer mit den Ergebnissen sehr zufrieden", schildert hingegen der Yamaha-Forscher Hideki Kenmochi gegenüber Wired die User-Reaktion nach einem ersten öffentlichen Testlauf der neuartigen Reproduktionstechnologie, der dem 2007 verstorbenen japanischen Sänger Hitoshi Ueki wieder neues Leben eingehaucht hat.

Freilich ist der technologische Ansatz zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz ausgereift. Eine der größten Schwierigkeiten, vor der Kenmochi und sein Team gegenwärtig stehen, ist die Einbindung verschiedener Sprachen. "Wenn Vocaloid englischsprachige Songs wiedergibt, ist es oft sehr deutlich zu hören, dass die Stimme aus dem Computer kommt", so der Computerwissenschaftler.

Albumveröffentlichung geplant

Ob und wann das von den Yamaha-Forschern entwickelte Verfahren jemals großflächig zur Anwendung kommen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Der oben erwähnte japanischen Sänger Hitoshi Ueki ist bislang der einzige Künstler, der mithilfe dieses Ansatzes "wiederbelebt" worden ist. "Als nächstes planen wir, zu Demonstrationszwecken ein ganzes Album des synthetischen Ueki zu veröffentlichen", lässt Kenmochi wissen. Wann genau dieses erscheinen soll, ist aber noch unklar.

(Ende)
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