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pte20111011026 Medizin/Wellness

Medikamente schädigen Leber stärker als gedacht

Nebenwirkungen und Beeinträchtigungen häufig nicht offengelegt


Leber im Modell: Medikamente haben Folgen (Foto: pixelio.de, Jörg Klemme)
Leber im Modell: Medikamente haben Folgen (Foto: pixelio.de, Jörg Klemme)

Hannover (pte026/11.10.2011/16:48) - Medikamente schädigen die Leber mehr als angenommen. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Leberstiftung http://deutsche-leberstiftung.de . Der Grund: Die Schädigung der Leber ist in den Nebenwirkungen gar nicht veröffentlicht. "Es gibt wenig Daten zu Medikamenten und erhöhten Leberwerten. Unsere Experten waren erstaunt, dass doch so viele befragte Personen dies angegeben haben", sagt Bianka Wiebner von der Deutschen Leberstiftung im pressetext-Gespräch.

Bisherige Vorhersage schwierig

Grundsätzlich ist die Vorhersage einer Leberschädigung schwierig, denn die Kombination von genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen ist komplex. Eine Befragung der Stiftung hatte das Ziel, zu ermitteln, wie häufig erhöhte Leberwerte nach Medikamenteneinnahmen vorkommen und welche Risikofaktoren für Leberschädigungen durch Medikamente bestehen. Interviewt wurden volljährige Personen, die apotheken-, verschreibungspflichtige oder nicht verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen.

Die bisherige Auswertung der Daten zeigt: Es sind bei deutlich mehr Personen als erwartet erhöhte Leberwerte durch Medikamenten-Einnahme aufgetreten. Das haben 15,3 Prozent der Befragten angegeben. "Wir freuen uns, dass die Kooperation mit den Linda-Apotheken so erfolgreich läuft und gleich zwei Ziele erfüllt: Die Aufmerksamkeit für Lebererkrankungen verbessern sowie neue Möglichkeiten zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen zu eröffnen", sagt Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

(Ende)
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