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pte20110711014 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Klimawandel lässt Meere weniger CO2 aufnehmen

Nordatlantik-Messungen bestätigen Annahme der Klimaforschung


Ozean: Mächtiger Player im Klimawandel (Foto: FlickrCC/AliWest)
Ozean: Mächtiger Player im Klimawandel (Foto: FlickrCC/AliWest)

Madison/Kiel (pte014/11.07.2011/13:35) - Im Zuge des Klimawandels nehmen die Meere immer weniger Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf. Was bisher schon Theoriemodelle zeigen, bestätigen Forscher aus den USA und Frankreich der in der Zeitschrift "Nature Geoscience" nun durch Messreihen aus dem Nordatlantik. "Der Ozean wird an seiner Oberfläche weiterhin seinen Kohlenstoff-Gehalt mit jenem der Atmosphäre ausgleichen. Dafür nimmt er aber immer weniger Kohlenstoff auf, da er sich gleichzeitig erwärmt", erklärt Studienleiterin Galen McKinley von der University of Wisconsin-Madison http://wisc.edu .

Natur und Mensch trennen

Die Meere spielen eine enorme Rolle für das Klima. "Sie schlucken jährlich etwa ein Drittel des anthropogenen Kohlenstoffes der Atmosphäre. Das macht im Jahr etwa zwei Gigatonnen aus", erklärt Ulf Riebesell vom IFM-Geomar http://ifm-geomar.de im pressetext-Interview. Dazu kommt ein natürlicher Austausch zwischen Atmosphäre und Ozeanen von 90 Gigatonnen CO2. Wie sich der Klimawandel auf diesen Mechanismus auswirkt, wird teils kontrovers diskutiert, zumal Folgen natürlicher Variablität nur durch sehr präzise Messungen von jener des menschenverursachten Klimawandels getrennt werden können.

Eines der Probleme, die laut den Studienautoren bisher zu uneinheitlichen Ergebnissen führte, ist die Beschränkung an sehr wenigen beforschte Orte. Selbst im gut beforschten Nordatlantik stammen die Daten meist aus Regionen entlang der Schifffahrtsrouten. Zudem braucht der Vergleich des Kohlenstoffes in der Atmosphäre und den Ozeanen Betrachtungszeiträume von mindestens 25 Jahren, da kürzere Skalen sogar auf überschneidenden Intervallen teils gegenteilige Auswirkungen zeigen. Um dieses Problem zu lösen, wurden nun Daten aus drei Nordatlantik-Regionen seit 1981 nochmals genauer analysiert.

CO2-Aufnahme sinkt

Steigende Temperaturen verlangsamen die Kohlenstoff-Aufnahme in großen Teilen des subtropischen Nordatlantiks, zeigten die Forscher nun eindeutig. Wärmeres Wasser kann nicht so viel Kohlendioxid aufnehmen. Die Absorptionsfähigkeit des Ozeans gehe mit seiner steigenden Oberflächentemperatur deshalb zurück, auch wenn sein Kohlenstoff-Gehalt nicht schneller als jener der Luft ansteigt. Erste Nachweise dafür gebe es schon bisher im nordatlantischen Zirkulationssystem, so die Wissenschaftler.

Für den IFM-GEOMAR-Experten Riebesell sind diese Ergebnisse "konsensfähig". Die schwindende Aufnahmefähigkeit der Meere aufgrund der sinkenden Pufferkapazität und der Erwärmung seien schon heute fixer Bestandteil der Klimamodelle. "Man rechnet damit, dass in den nächsten 100 Jahren die CO2-Aufnahme der Ozeane um zehn bis 20 Prozent zurückgeht. Diese große Varianz kommt auch daher, dass viele Faktoren noch nicht genau bekannt sind. Unsicherheiten gibt es etwa noch in der Frage, inwiefern sich die Durchmischung und Tiefenwasserbildung im Zuge der Klimaerwärmung verändert."

Originalartikel unter http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo1193.html

(Ende)
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