Leben

BUSINESS

MEDIEN

25.06.2019 - 11:30 | pressetext.redaktion
25.06.2019 - 06:05 | pressetext.redaktion
24.06.2019 - 12:59 | pressetext.redaktion

LEBEN

25.06.2019 - 16:30 | CLUB TIROL Businessclub in Wien
25.06.2019 - 14:30 | FH St. Pölten
25.06.2019 - 13:45 | Neusiedler See Tourismus GmbH
pte20110509020 Kultur/Lifestyle, Medien/Kommunikation

50 bis 90 Prozent aller Sprachen sterben aus

Für viele Sprachen bleibt nur mehr die Dokumentation über


Kinder: Sprachen werden nicht mehr weitergegeben (Foto: aboutpixel.de/R. Sturm)
Kinder: Sprachen werden nicht mehr weitergegeben (Foto: aboutpixel.de/R. Sturm)

Köln (pte020/09.05.2011/13:30) - Noch werden weltweit 7.000 Sprachen gesprochen. Wissenschaftler glauben, dass viele dieser Sprachen vom Aussterben bedroht sind. Geschätzt wird, dass 50 bis 90 Prozent der jetzigen Sprachen das aktuelle Jahrhundert nicht überleben werden. Viele existierende Sprachen sind kaum dokumentiert, der Wortschatz und die Strukturen dieser Sprachen sind der Wissenschaft unbekannt.

Die Abteilung für Allgemeine Sprachwissenschaft im Institut für Linguistik der Universität zu Köln ist führend in der Erforschung und Dokumentation bedrohter Sprachen. Die Forscher haben vom Programm "Dokumentation bedrohter Sprachen" eine Fördersumme in Höhe von1,3 Mio. Euro erhalten. "Mit den Sprachen stirbt auch die Datengrundlage für deren Erforschung", sagt der Sprachwissenschaftler Nikolaus Himmelmann. Die Fördersumme mache es möglich, Sprachen zu dokumentieren.

Keine Rettung

"Retten kann man viele Sprachen nicht mehr", sagt Himmelmann im Gespräch mit pressetext. Eine Sprache erhalten könnten nur die jeweiligen Sprachgemeinschaften oder Volksgruppen. Man könne bloß Bewußtseinsarbeit leisten und den Menschen klar machen, dass die Sprache absterben würde, wenn sie den nächsten Generationen nicht beigebracht würde.

In Deutschland sind etwa friesische und sorbische Sprachen bedroht. Die genutzte Sprache, wie etwa Deutsch, ist zwar ständigen Änderungen unterworfen, was aber nicht ihren Tod bedeute. "Interessanterweise werden Änderungen bei Sprachen immer negativ gesehen", sagt Himmelman. Das Phänomen der Jugendsprachen, wo Wörter übertrieben werden oder wo mit der Sprache provoziert wird, bedeuten nicht, dass eine Sprache dem Untergang geweiht sei.

Tot ist eine Sprache erst dann, wenn sie gar nicht mehr gesprochen wird - wenn etwa die Friesen und Sorben ins Deutsche wechseln. Wenn die Sprache in einer Generation gar nicht mehr gesprochen wird, gilt sie als verschwunden. Auch wenn Sprachen nur in Ritualform verwendet werden, wie etwa Latein, ist sie zwar nicht ausgestorben, aber lebendig ist sie auch nicht mehr.

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Oranus Mahmoodi
Tel.: +49-30-29770-2519
E-Mail: mahmoodi@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.208 Abonnenten
|
172.222 Meldungen
|
69.091 Pressefotos

IR-NEWS

25.06.2019 - 14:55 | KTM Industries AG
25.06.2019 - 14:00 | Dr. Hönle AG
25.06.2019 - 11:30 | A.H.T. Syngas Technology N.V.
Top