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Milchtrinken begann in Österreich und Ungarn

Erste Laktose-Verträglichkeit vor 7.500 Jahren entwickelt


Der Ursprung der Milchverträglichkeit vor rund 7.500 Jahren (Bild: Yuval Itan)
Der Ursprung der Milchverträglichkeit vor rund 7.500 Jahren (Bild: Yuval Itan)

Mainz (pte026/28.08.2009/15:00) - Die Wiege der Milchwirtschaft liegt im östlichen Mitteleuropa. Das berichten Forscher des University College London und der Universität Mainz http://www.uni-mainz.de im Fachjournal PLoS Computational Biology. Sie erstellten eine Computersimulation, die eine Verbreitung der Milchwirtschaft in einem von Jäger- und Sammlerpopulationen geprägten Umfeld nachahmt. Dabei wurde sichtbar, dass Milchverträglichkeit wahrscheinlich vor 7.500 Jahren im Gebiet des heutigen Ungarn, Österreichs oder der Slowakei erstmals aufgekommen ist. Das widerspricht der bisherigen Annahme, dass der Milchkonsum in Nordeuropa begann, was man stets aus der heute besonders hohen Milchverträglichkeit in Skandinavien und Irland geschlossen hatte.

Während in Europa viele Erwachsene Milch trinken, stellt das weltweit eine große Ausnahme dar. Doch auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede, denn während in Mitteleuropa rund 60 Prozent der Bevölkerung Milch verdauen können, ist dies in Südeuropa nur bei jedem Fünften der Fall, im Rest der Welt sogar noch viel weniger. Dass ein großer Teil der Weltbevölkerung Milch auch heute nicht verdauen kann, geht auf den Verlust der Fähigkeit zurück, die Laktose des Milchzuckers aufzuspalten, sobald die Säuglingszeit überschritten ist. Denn bei den meisten wird das dafür benötige Laktase-Enzym nicht mehr ausreichend gebildet. Dadurch können zwar meist Käse- oder Joghurtprodukte verdaut werden, nicht jedoch reine Milch. Außerhalb Europas und der von Europäern besiedelten Länder ist bloß in Afrika eine Reihe kleinerer Bevölkerungsgruppen bekannt, die veränderte Laktaseproduktion teilweise unabhängig entwickelt haben.

Während andere Völker die fehlende Milchtoleranz durch Konsumverzicht kulturell gelöst haben, bildete sich unter den europäischen Vorfahren der Jungsteinzeit eine Genmutation aus, die sogenannte Laktasepersistenz. "Dieses Merkmal hat sich rasant demografisch durchgesetzt wie kaum ein anderes", betont der an der Studie beteiligte Mainzer Anthropologe Joachim Burger. Vor 7.500 Jahren, kurz nach der Übernahme des Hausrindes aus Anatolien, sei diese Genmutation vermutlich in der Kultur der Linearbandkeramiker aufgekommen und habe sich von dort aus mit unglaublicher Durchsetzungskraft unter der gesamten mittel- und nordeuropäischen Bevölkerung verbreitet. Die Rasanz der Verbreitung erklären die Forscher dadurch, dass Milch im Gegensatz zu anderen landwirtschaftlichen Produkten stets verfügbar ist und sein Konsum die aus Kühen erzielbare Energie deutlich erhöht. Die hohe Laktasepersistenz im Norden könne man hingegen auf den Effekt einer sich ausbreitenden Bevölkerung zurückzuführen.

Orginalartikel abrufbar unter http://www.ploscompbiol.org/article/info:doi/10.1371/journal.pcbi.1000491

(Ende)
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