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pte20090217003 Kultur/Lifestyle, Medien/Kommunikation

Russische Musiker suchen nach Fans im Ausland

Künstler stimmen Songs auf westliches Publikum ab

Sängerin Valeriya will Madonna Konkurrenz machen (Foto: valeriya.net)
Sängerin Valeriya will Madonna Konkurrenz machen (Foto: valeriya.net)

Cannes (pte003/17.02.2009/06:10) - Die russische Popmusik-Szene sehnt sich nach einer breiteren Fangemeinde außerhalb der Landesgrenzen. Anders als westlichen weltweit erfolgreichen Künstlergrößen wie Madonna oder den Rolling Stones ist es bislang nur wenigen russischen Musikern gelungen, sich auch im Ausland zu etablieren. Gleichzeitig wird der russische Markt bis heute weitgehend von einheimischer Musik dominiert. Wie die New York Times berichtet, soll sich das nach dem Wunsch vieler Vertreter der aktuellen russischen Musikszene aber ändern. Eine Vorreiterrolle hat dabei die russische Sängerin Valeriya http://www.valeriya.net übernommen, die derzeit ihr gesamtes Repertoire überarbeitet und auf den westlichen Markt abstimmt.

Die beim heimischen Publikum längst erfolgreiche Künstlerin, die mitunter auch als Madonna Russlands bezeichnet wird, will in Zukunft auch im Ausland berühmt werden. Im Visier von Valeriya und ihrem Label Nox Music http://www.noxmusic.ru stehen derzeit vor allem die USA und Großbritannien, wo im Frühjahr auch die erste Single auf den Markt kommen soll. Doch auch andere Künstler wollen aus Russland ausbrechen und begeben sich im Westen auf die Suche einer neuen Fangemeinde. So plant auch der Moskauer D.J. Leonid Rudenko die Veröffentlichung eines Dance-Tracks in Großbritannien. Sergey Lazarev, ehemaliger Boyband-Star und nun Solo-Künstler, konnte über sein russisches Label Style Records, kürzlich ebenfalls eine Vereinbarung mit einer britischen Mangament-Firma erzielen.

Der russische Musikmarkt ist seit langer Zeit besonders stark von Piraterie geprägt (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080428033). Die meisten CDs, die in Russland verkauft werden, sind illegale Raubkopien und das Geschäft mit Downloads ist bis dato so gut wie nicht existent. Die Künstler verdienen ihr Geld daher zum größten Teil mit Live-Auftritten. Insgesamt sind die Musikverkäufe im ersten Halbjahr 2008 in Russland um 21 Prozent zurückgegangen. Wenngleich die Musikindustrie auch im Westen mit solchen Problemen zu kämpfen hat, ist der Verkauf im Ausland für viele russische Musiker inzwischen zum Muss geworden. Westliche Majors sind in Russland bis heute kaum aktiv und die meisten heimischen Künstler bei Independent-Labels unter Vertrag.

"Ich will nicht auf der Stelle treten", so Valeriya kürzlich im Zuge einer Konferenz in Cannes. "Ich biete ein äußerst konkurrenzfähiges Repertoire und das Publikum kann etwas neues erleben." Vladimir Voronkov, verantwortlich für das Geschäft von Nox Music außerhalb Russlands, will daher auch eine US-Tour für die 40-jährige Popsängerin auf die Beine stellen, sie in Talk Shows bringen und eine Übersetzung ihrer Autobiografie veröffentlichen. Ohne Majorlabel im Rücken sei der große Erfolg im Westen für russische Künstler jedoch unwahrscheinlich, meint Artyom Troitsky, russischer Musikkritiker und Produzent. Er stellt auch Valeriya wenig Hoffnung in Aussicht. "Es wäre lustig, wenn das Land, das einst für Tschaikowski berühmt war, für drittklassige Madonnas oder zweitklassige Robbie Williams' bekannt würde", meint Troitsky.

(Ende)
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