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pte20090109012 Auto/Verkehr, Computer/Telekommunikation

Ford: Auto der Zukunft versteht Sprache

CEO Mulally verspricht Technologieoffensive für europäische Modelle

Ford-CEO Alan Mulally nimmt Europa ins Visier (Foto: ford.com)
Ford-CEO Alan Mulally nimmt Europa ins Visier (Foto: ford.com)

Las Vegas (pte012/09.01.2009/11:00) - Der US-Automobilhersteller Ford hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas die neueste Version seines In-Car-Kommunikationssystems Ford Sync http://www.syncmyride.com vorgestellt. Dieses ermöglichte schon bisher über Sprachkommandos die freihändige Bedienung von externen Geräten wie Mobiltelefonen und Musikplayern und soll nun über GPS- und mobile Datenanbindung auch aktuelle Verkehrs-, Wetter- und Routeninformationen sowie Nachrichten abrufen können. Wie Ford-CEO Alan Mulally im Interview mit pressetext unmittelbar nach seiner CES-Keynote mitteilte, wird das bisher ausschließlich US-Autos vorbehaltene System ab 2010 flächendeckend auch in Europa Einzug halten.

"Europa und hier vor allem der deutsche Markt sind enorm wichtig für uns. Die Leute sind wie in den USA in ihrer Alltagskommunikation ausgezeichnet vernetzt und werden eine derartige Lösung daher begeistert annehmen", sagt Mulally. Wurde die Sync-Technologie in den USA in einer ersten Phase 2008 erst in einigen wenigen Modellen erprobt, soll die Einführung in Europa und schließlich in der Asien/Pazifik-Region über die gesamte Modellpalette erfolgen. "Die globale Gestaltung der Sync-Lösung erleichtert es uns, diese Technologie-Errungenschaften letztlich sehr schnell und unabhängig von den lokalen Gegebenheiten weiterzugeben", so Mulally gegenüber pressetext.

Wie Mulally und weitere Ford-Executives in der Keynote veranschaulichten, stellt gerade die Spracherkennung den Schlüssel zum Erfolg dar, um Kommunikations- und Informationstechnologien im Auto sicher nutzen zu können. Die von Microsoft entwickelte Plattform Sync bildet das Fundament für andere externe Anbieter, die das Ford-System mit den notwendigen Funktionen und Dateninformationen ausstatten. Das offene Design von Sync spielt dabei eine wichtige Rolle, da mobile Geräte und Musikplayer diverser Hersteller mit dem System kompatibel sein sollen.

"Es geht uns keinesfalls um ein proprietäres Ford-System, das nur mit ausgewählter Ford-Software oder bestimmter Hardware genutzt werden kann. Vielmehr wollen wir eine Schnittstelle bieten, die den existierenden Technologie-Fortschritt nicht behindert, sondern unterstützt", erklärt Mulally. Das Auto der Zukunft fungiert den Ford-Plänen zufolge als Kommunikationszentrale, über die mithilfe gesprochener Anweisungen E-Mails und SMS versendet, im Web gesurft sowie der schnellste Weg zum nächsten Restaurant gefunden werden sollen. Der Einsatz von GPS sowie die rasante Verbreitung von schnellen 3G-Verbindungen in Kombination mit attraktiven mobilen Daten-Flatrates eröffnen eine Reihe von zusätzlichen Möglichkeiten, um auch datenintensive Informationen aus dem Auto heraus abzurufen.

"Wir sind zwar ein Automobilkonzern, haben aber gelernt so zu denken und zu agieren wie ein Elektronikkonzern, um die Entwicklung innovativer Technologien voranzutreiben und im Markt einzuführen", sagt Mulally. Ford lege großen Bedacht darauf, dass technologische Errungenschaften nicht nur Käufern im Luxussegment zugute kämen. Im Gegenteil sei es dem Unternehmen ein großes Anliegen, alle Konsumentengruppen an den Vorteilen teilhaben zu lassen. "Uns geht es um Autos, die eine Brücke zwischen dem Zuhause, der Arbeit im Büro und der mobilen Fortbewegung schaffen. Sync ist ein hervorragendes Fundament, um diesen Ansatz hier und jetzt in die Tat umzusetzen", so Mulally.

(Ende)
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