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pte20081205005 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Wirtschaft

Schiffsbranche steuert in stürmische Gewässer

Staatshilfen sollen Massenstornierungen von Neubauten verhindern


Schifffahrtsbranche trotz Krise mit Chancen für Anleger (Foto: pixelio.de, moni sertel)
Schifffahrtsbranche trotz Krise mit Chancen für Anleger (Foto: pixelio.de, moni sertel)

Hamburg/Wien (pte005/05.12.2008/06:10) - Die Schiffsbranche wird von der bevorstehenden Rezession mit voller Wucht getroffen, wodurch die Finanzierung von Neubauten gefährdet ist. Dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) http://www.vsm.de zufolge wackelt die Finanzierung bei über 50 von 190 Aufträgen deutscher Werften, nachdem im laufenden Jahr bereits 25 Orders storniert wurden. Staatliche Finanzspritzen sollen Massenstornierungen verhindern sowie weitere Finanzierungen ermöglichen. Anleger fänden in geschlossenen Schiffsbeteiligungen dennoch einen sicheren Hafen vor.

"Der Großteil der Massenguttransporte nach Asien erfolgt kreditfinanziert. Ein Rückzug der Banken verursacht demzufolge eine geringe Auslastung der Flotten. Die Schiffe liefern keine Waren mehr aus und kosten nur Geld", erklärt Hans Haller, Vorstandsmitglied des Fonds-Anbieters MPC Capital http://www.mpc-capital.com , im Gespräch mit pressetext. Während der weltweite Produkttransport für eine Weiterfahrt der Schiffe sorgt, führt ein einbrechender Konsum hingegen zum Stillstand der Flotten und damit zu Neubau-Stornierungen. "Dadurch verhindert die Finanzkrise jedoch eine Überproduktion und ermöglicht die Auslastung bestehender Flotten, was für das Rating der Reedereien von Bedeutung ist", meint Haller.

Aufgrund der Stornierungen von Schiffsneubauten werde einer möglichen Blasenbildung entgegengewirkt. "Angesichts der derzeitigen Situation sind die Charterraten etwa bei Massengutschiffen um bis zu 95 Prozent eingebrochen", sagt Haller. Dennoch sei bei bestehenden geschlossenen Schiffsbeteiligungen wegen der langfristig vereinbarten Charterraten nicht mit signifikanten Änderungen zu rechnen. "Es ist zu erwarten, dass die Talsohle im kommenden Jahr erreicht wird und die Charterraten - begleitet von einer sich erholenden Weltkonjunktur - 2010 wieder anziehen werden", so Haller gegenüber pressetext. Anleger geschlossener Schiffsbeteiligungen könnten entsprechend sorgenfrei in die Zukunft blicken.

"Immer mehr Banken ziehen sich aus der Schiffsfinanzierung zurück", wird Dagmar Wöhrl, Wirtschaftsstaatssekretärin und Koordinatorin der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, in einem n-tv-Bericht zitiert. Zugunsten der angeschlagenen Branche sollen demnach Darlehen aus einem 15 Mrd. Euro schweren Topf vergeben und so genannte Haftungsfreistellungen vergeben werden. Dabei handle es sich um Risikoübernahmen, die bei Kreditausfall fällig werden. Das Förderprogramm soll hauptsächlich Kredite für Schiffsneubauten bereit stellen.

(Ende)
Aussender: pressetext.deutschland
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