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pte20080623037 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle

"ORF-Radios diskriminieren Musik aus Österreich"

Initiative fordert mehr heimische Künstler im Rundfunk


Nur 16,4 Prozent der in ORF-Radios gespielten Musik kommt aus Österreich (Foto: sos-musikland.at)
Nur 16,4 Prozent der in ORF-Radios gespielten Musik kommt aus Österreich (Foto: sos-musikland.at)

Wien (pte037/23.06.2008/16:15) - Musik aus Österreich ist in den verschiedenen ORF-Rundfunkprogrammen mit einem Durchschnittswert von 16,4 Prozent vollkommen unterrepräsentiert. Zu diesem Schluss kommt Peter Paul Skrepek, Präsident der Musikergilde http://www.musikergilde.at , der Interessenvertretung für freiberuflich Musikschaffende in Österreich. Nicht nur auf Ö3, dem Sender mit der stärksten Reichweite, stamme nur jeder 18. gespielte Tonträger (5,5 Prozent) aus dem eigenen Land. Auch Radio Wien und der Kultursender Ö1 würden mit 5,8 bzw. 7,5 Prozent nur geringfügig mehr Material österreichischen Ursprungs senden. "Bei einem derart niedrigen Wert kann man durchaus von einer Diskriminierung österreichischer Musik sprechen", stellt Skrepek im Gespräch mit pressetext fest. Seit nunmehr 15 Jahren bemühe man sich nun bereits, den ORF zu einer Steigerung dieses Anteils zu bewegen. Man sei "höflich und geduldig" gewesen, doch nun sei es mit der Geduld vorbei. Gemeinsam mit heimischen Musikern und Plattenlabels hat Skrepek deshalb im Rahmen einer gestarteten Initiative die Webseite SOS-musikland.at http://www.sos-musikland.at ins Leben gerufen, die "mehr Musik aus Österreich im Rundfunk" fordert.

"Den österreichischen Musikern und Plattenfirmen reicht es. Sie verlangen endlich gleiches Recht", erklärt Skrepek. In allen anderen europäischen Ländern würden die Radiosender im Durchschnitt rund 40 Prozent Musik aus dem eigenen Land spielen. "Österreich ist in dieser Hinsicht nicht nur europaweit Schlusslicht, sondern liegt auch im weltweiten Vergleich ganz weit hinten", ergänzt Skrepek. Nur Venezuela und Neuseeland würden ihre eigenen Künstler noch weniger berücksichtigen. "Ein ganzer Wirtschaftszweig steht vor den Trümmern einer verfehlten Programmpolitik. Nicht nur die in Österreich lebenden Musikschaffenden, sondern auch das Publikum fordert immer lauter eine Wende", betont Skrepek.

Um mit dem Missstand aufzuräumen, hat Skrepek gemeinsam mit Partnern aus der heimischen Musikbranche die Webseite SOS-musikland.at gestartet. "Auf unserer Seite rufen wir alle Menschen dazu auf, diese Aktion durch eine Unterstützungserklärung zu fördern", erläutert Skrepek. Dabei gehe es vor allem auch um die Generierung öffentlicher Aufmerksamkeit. Innerhalb weniger Tage haben laut dem Musikergilde-Präsidenten bereits mehr als 2.500 Personen unterschrieben. "Am 27. Juni beginnen offizielle Verhandlungen mit dem ORF-Management über ein Ende der Diskriminierung. Unsere Erfolgsaussichten waren realistisch betrachtet noch nie so hoch wie jetzt", meint Skrepek.

Die Verantwortung für den zu niedrigen Anteil an heimischer Musik im Programm der österreichischen Radiosender trage laut Skrepek aber nicht nur der ORF alleine. "Der ORF erfüllt seinen gesetzlichen Kulturauftrag nur in sehr eingeschränktem Maße. Daran sind auch die Politik und die zuständigen Aufsichtsorgane mit Schuld, die diesen Auftrag anscheinend nicht Ernst genug nehmen", fasst Skrepek zusammen. Als dritten Schuldigen nennt er die Wirtschaft. Diese habe die Entwicklung der Formatradios entscheidend mitgeprägt. "Aufgrund von Marketingüberlegungen kommt es zu einer musikalischen Verarmung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, musste sich auch der ORF diesem Trend beugen", so Skrepek abschließend.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Markus Steiner
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