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pte20080304030 Tourismus/Reisen, Umwelt/Energie

Kritik an ITB-Berlin: Klimaschutz nur Beiprogramm

Klimaschonende Reisen als Minderheiten-Produktkategorie

Krtitik an ITB-Berlin:
Krtitik an ITB-Berlin: "Klimaschutz ist Minderheitenprogramm"

Berlin (pte030/04.03.2008/13:55) - Kritik an der größten Tourismus Messe, der ITB-Berlin http://www.itb-berlin.de kommt seitens Reiseveranstaltern, die sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen geheftet haben. Die größte Tourismusmesse der Welt schiebe den Klimaschutz ins Beiprogramm ab, titulierte etwa Verträglich Reisen-Chefredakteurin Regine Gwinner http://www.vertraeglich-reisen.de . "Zahlreiche Diskussionsforen zu Tourismus und Klimawandel dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass kaum ein Aussteller auf der ITB klimaschonende Reisen im Programm hat", so Gwinner gegenüber pressetext.

"Was dem Kunden in den Messehallen zur Buchung angeboten werde, ist alles andere als klimaschonend", meint die Chefredakteurin. Was Gwinner auch an heimischen Anbietern stört, ist die Bewerbung lokaler Flughäfen. "Selbst deutsche Destinationen wie Sauerland, Allgäu oder Bodensee haben inzwischen den Lokalflughafen mit am Stand und werben mit schneller Erreichbarkeit statt mit umweltverträglichen Angeboten." Als enttäuschend empfindet Gwinner den diesjährigen Werbepartner der ITB-Berlin - die Dominikanische Republik. "Keiner wird von der Dominikanischen Republik behaupten wollen, dass sie mit gutem Beispiel in Sachen Umweltschutz voran geht", erklärt die Herausgeberin der größten deutschsprachigen Reisezeitschrift für sanften Tourismus. Dabei zieht Gwinner sehr wohl eine Trennlinie zwischen Umwelt- und Sozial-Verträglichkeit. "Die Diskussion, ob man einen sozial verträglichen Tourismus, der auf Kosten der Umwelt geht, befürworten und unterstützen kann, wird prinzipiell bejaht", so Gwinner. Generell gehe es allerdings darum, neue Modelle und neue Konzepte des Fremdenverkehrs zu entwickeln.

Als Beispiel führt sie den Webauftritt von "Verträglich-Reisen" an, der für viele Destinationen alternative Anreisekonzepte mit Bus, Bahn und Schiff anführe. "Genau hier zeigen wir, wie ein solches Alternativkonzept eigentlich aussehen kann." Zum Umdenken bereite Kunden würden in herkömmlichen Reisebüros oder auf Buchungsplattformen meist vergeblich nach solchen Angeboten suchen. "Das war auch ein Grund dafür, warum wir die Plattform geschaffen haben", erklärt Gwinner. Das sei sozusagen ein Lückenschluss. Neben der alternativen Anreise findet sich auf der Homepage auch eine umfangreiche Informationssammlung ökologisch wirtschaftender Unterkünfte sowie Reiseberichte und Urlaubstipps.

(Ende)
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