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pte20070424044 Forschung/Entwicklung, Medien/Kommunikation

Auf Supermans Spuren: Kryptonit entdeckt

Gefährliches Mineral aus Comic ist nicht länger Fiktion


Kryptonit entdeckt (Foto: National History Museum, London)
Kryptonit entdeckt (Foto: National History Museum, London)

London (pte044/24.04.2007/15:45) - Ein britischer Forscher hat in einem in Serbien gefundenem Mineral genau jene chemischen Substanzen entdeckt, die im Comic "Superman" als Kryptonit bezeichnet wird und die Superman die ganze Kraft nimmt. Der echte Kryptonit ist allerdings im Vergleich zu jenem im Comic ganz harmlos und nicht einmal radioaktiv, berichtet das Natural History Museum http://www.nhm.ac.uk , das das Mineral derzeit ausstellt.

"Es tut mir leid, aber die Substanz ist nicht grün und sie strahlt auch nicht", meint der Mineraloge Chris Stanley, der allerdings betont, dass sie bei Bestrahlung mit UV-Licht in pink-orange strahlt. Gefunden wurde das weiße Mineral von der Bergbaufirma Rio Tinto, die sie nicht zuordnen konnte und daher die Experten im Natural History Museum anriefen. Stanley unterzog die Probe einer genauen Untersuchung und durchforstete die Literatur nach einem Hinweis. Fündig wurde er nicht in der wissenschaftlichen Literatur, sondern im Reich der ComicHelden: "Sodium Lithium Boron Silicate Hydroxide" - so lautete die Aufschrift des Behälters, den der Bösewicht Lex Luther aus dem Museum stiehlt, um Superman unschädlich zu machen. Und das waren auch die Bestandteile des bisher unbekannten Minerals.

Einen Unterschied wies die echte Substanz zudem auch noch auf: Sie enthielt kein Fluor, entsprach aber ansonsten ziemlich genau der Comic-Vorlage. "Das Mineral ist ziemlich hart und feinkörnig", berichtet der Forscher. Die genaue atomare Struktur wurde dann in den Labors des Canada National Research Council unter der Leitung von Pamela Whitfield und Yvon Le Page untersucht. "Wenn wir die kristallinen Strukturen eines Materials wissen, können wir auch andere physikalische Eigenschaften wie etwa Elastizität oder thermochemische Eigenschaften errechnen", meint Le Page.

Einen Wermutstropfen gibt es hingegen schon: Das Mineral darf nach geltenden Regeln der wissenschaftlichen Nomenklatur nicht als Kryptonit bezeichnet werden, weil es nichts mit dem Element Krypton, das es im Periodensystem bereits gibt, zu tun hat. "Jadarit" wird es heißen, abgeleitet von seinem Fundort Jadar. So wird es auch im Artikel des European Journal of Mineralogy, das Ende des Jahres davon berichten wird, beschrieben. Stanley bezeichnet die Neuentdeckung als durchaus interessant: Wenn das Mineral in größerer Menge auftaucht, könnte es wirtschaftlich genutzt werden, da es die beiden wertvollen Elemente Boron und Lithium enthält. Und die Anwendung dieser ist sehr vielfältig.

(Ende)
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