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pte20050718015 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen

Billboards erobern Moskauer Straßen

Murdoch-Firma beherrscht ein Viertel des Marktes


Moskau (pte015/18.07.2005/11:07) - Russlands 3,8 Mrd. Dollar Werbemarkt ist heute der am schnellsten wachsende der Welt. Bis Ende des Jahres wird eine Steigerung von 30 Prozent auf gute fünf Mrd. Dollar Umsatz in der Werbewirtschaft erwartet, berichtet das Wall Street Journal. Im Vergleich dazu werden für den europäischen und US-amerikanischen Markt nur etwa vier Prozent Zuwachs prognostiziert. Viele der weltweit führenden Agenturen wie Rupert Murdochs News Corp. http://www.newscorp.com oder der Marketingriese WPP Group http://www.wpp.com mischen deshalb schon kräftig auf dem russischen Werbemarkt mit. Allein die Murdoch Tochterfirma News Outdoor Russia http://www.newsoutdoor.ru/ vermarktet ein Viertel der russischen Billboard-Flächen.

Vor allem die Außenwerbung boomt in Moskau. Das einst graue Zentrum von Moskau ist heute ein buntes Gemisch aus Plakaten, leuchtenden Bannern, bemalten Wänden und blinkenden Bildschirmen. Die Fassaden historischer Gebäude verschwinden hinter riesigen Werbeplakaten internationaler Konzerne. So versteckt sich beispielsweise das Gebäude der Agentur Ria Novosti, ehemals ein Symbol der Sowjetära, derzeit hinter Motorolabannern http://www.motorola.com und unweit des Kremls findet sich eine überdimensionale Rolex-Werbung. Da sich viele Geschäftsleute aufgrund des zähen Verkehrs häufig stundenlang auf den Straßen befinden, hat sich Fassaden- und Plakatwerbung in der russischen Hauptstadt zur besten Methode entwickelt, um Investoren und Kunden zu erreichen. Zudem bieten die Häuser, dank sowjetischer Planung, mit ihren riesigen Flächen hin zu breiten Gehsteigen viel mehr Platz für große Werbebanner als dies in anderen Städten Europas der Fall ist.

Behörden und Umweltschützer zeigen sich aber wenig begeistert von dieser Reklameflut. Das Stadtzentrum sei übersättigt von Plakaten, so Vladimir Makarov, der Chef der Werbekommission der Regierung. Ein großes Problem seien so genannte Werbe-Piraten, die ihre Plakate illegal, ohne eine Erlaubnis einzuholen, an Fassaden anbringen. Insbesondere kleinere Firmen würden so agieren, sagt Makarov. Die Regierung hat eigens dafür 80 Inspektoren im Einsatz, die durch die Stadt fahren und nach diesen illegalen Werbungen Ausschau halten. Allerdings seien oft wochenlange gesetzliche Verfahren nötig, um die Firmen dazu zu bewegen, die Plakate wieder abzunehmen. In den seltensten Fällen geschehe das freiwillig.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Claudia Zettel
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