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pte20050607021 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Delfin-Frauen entdecken Werkzeuge zur Futtersuche

Kulturelles Verhalten von Mutter an Tochter weitergegeben


Amanda Coakes
Amanda Coakes

Zürich (pte021/07.06.2005/10:50) - Ein Wissenschaftsteam der Universität Zürich hat gemeinsam mit Forschern der University New South Wales in Sydney entdeckt, dass Delfine sehr gezielt Werkzeuge zur Futtersuche verwenden. Interessant dabei ist aber die Tatsache, dass fast ausschließlich Weibchen diese Fähigkeiten haben, die offensichtlich erst vor relativ kurzer Zeit von einem bestimmten Weibchen "entdeckt" worden sind. Die Studienergebnisse erscheinen in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) http://www.pnas.org .

Michael Krützen vom Anthropologischen Institut der Universität Zürich http://www.aim.unizh.ch hat wildlebende Delfine in der Shark Bay in Westaustralien untersucht und festgestellt, dass die Tümmler beinahe ein Dutzend verschiedene Varianten für die Futtersuche benutzen. Einige Tiere verwenden dazu Werkzeuge: Sie lösen Schwämme vom Meeresboden ab, stülpen diese über ihre Schnauze, um diese bei der Nahrungssuche am Boden zu schützen. "Von der Gesamtpopulation von rund 3.000 Delfinen in der Shark Bay sind nur etwa 30 so genannte Spongers", so Krützen. Unklar war den Forschern bisher, weshalb nur einige Delfine diese Methode anwenden und warum fast ausschließlich weibliche Tiere Werkzeuge benutzen.

Um genetische Einflüsse zu untersuchen, haben die Forscher die DNA der Großen Tümmlern untersucht: Darunter waren 13 Schwamm benutzende Tiere, eines davon ein Männchen, und 172 Delfine, die keine Schwämme benutzen. Die Analyse ergab, dass
der Gebrauch von Schwämmen anscheinend in direkter Linie von der Mutter auf die Tochter weiter gegeben wird. Die Schwammbenutzer zeigten zudem eine signifikante genetische Verwandtschaft. "Wir nehmen deshalb an, dass das Fischen mit Schwämmen von einer weiblichen Vorfahrin vor relativ kurzer Zeit erfunden worden ist," erklärt der Experte.

Aufgrund der Forschungsresultate schließen die Forscher aus, dass die Futtersuche mit Schwämmen genetisch oder durch den Lebensraum bedingt ist. "Dieses spezielle Verhalten wird kulturell weiter gegeben. Es ist das erste Beispiel für eine materielle Kultur bei Meeressäugern", meint Krützen.

(Ende)
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