pts20050323007 Tourismus/Reisen

Roland Berger: Wintersportorte am erfolgreichsten

Studie untersucht Investitionsverhalten von österreichischen Tourismusregionen


Wien (pts007/23.03.2005/09:45) Österreichs Hoteliers der 4- und 5-Sternekategorie haben innerhalb eines Geschäftsjahres (1) geförderte Investitionen in Höhe von rund 660 Mio. Euro getätigt, den Großteil davon in Winterdestinationen. Rund 44% (290 Mio. Euro) flossen in die Aufwertung von bestehenden Unterkünften, 31% (205 Mio. Euro) in den Aus- und Neubau von Hotelanlagen. Das sind die Kernaussagen der ÖHV-Destinationsstudie VII, die Roland Berger Strategy Consultants in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Hoteliervereinigung erstellt hat.

"Österreichs Hoteliers besinnen sich ihrer Stärken und bauen das Angebot in den Winterdestinationen weiter aus", erklärt Studienautor Dr. Julian Pötzl, Project Manager bei Roland Berger. So wurden durchschnittlich 14 Mio. Euro im Jahr pro Winter-, 8 Mio. Euro pro Ganzjahres- und 12 Mio. Euro pro Sommerdestination investiert. Neben der Kapazitätsausweitung, die hauptsächlich in den Wintersportgebieten erfolgte, flossen 9% der geförderten Investitionen in Beschneiungsanlagen und 2% in Skilifte.

Winterregionen bauen Kapazitäten aus
Während Wintersportorte hauptsächlich in Unterkünfte investierten, bauten Regionen mit Ganzjahresbetrieb ihre regionale Infrastruktur - z.B. Restaurants, Tierparks oder Thermen - aus. "62% der Investitionen in diesem Bereich wurden von Ganzjahresdestinationen getätigt", so Pötzl. Obwohl das Ausmaß der geförderten Investitionen alleine nicht automatisch auf ein erfolgreiches Destinationsmanagement schließen lässt, sieht der Berater dennoch einen klaren Trend: "Urlaubsgebiete, die verstärkt in regionale Infrastruktur investieren, haben als ein Erfolgskriterium eine kürzere Entschuldungsdauer vorzuweisen."

Nur bedingt höhere Auslastung durch Investitionen
Mit dem Ausbau des Angebots steigt laut Pötzl jedoch nicht automatisch auch die Zahl der Gäste: "Insgesamt korrelieren die jährlichen Investitionen nur sehr schwach mit einer Steigerung der Auslastung. Am ehesten führten Aufwertungsinvestitionen zu einer höheren Auslastung." Generell gilt: Je größer die Bettenanzahl einer Region desto mehr wird in die Erweiterung investiert. "Hier ist ein selbstverstärkendes Wachstum zu beobachten", meint der Studienautor.

Sommerregionen Spitzenreiter bei Investitionen pro Bett - Betriebserfolg in Winterdestinationen am höchsten
Die Investitionen pro Bett lagen in den Sommerdestinationen deutlich über dem Durchschnitt: In diesem Bereich setzten die Hoteliers auf eine Aufwertung der Betriebe. Die durchschnittlichen Aufwertungsinvestitionen pro Bett lagen in Ganzjahresdestinationen bei 199 Euro, in Wintersportorten bei 385 Euro und in Sommerurlaubsgebieten bei 914 Euro. Trotzdem war der operative Betriebserfolg - gerechnet pro verfügbarem Zimmer auf die Tage, an denen die Unterkunft geöffnet ist - in Wintersportdestinationen mit 32,5 Euro pro Tag deutlich höher als in Ganzjahres- oder Sommerurlaubsdestinationen mit je 19,7 Euro pro Tag.

Über Roland Berger Strategy Consultants
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 31 Büros in 22 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 1.630 Mitarbeiter haben im Jahr 2004 einen Honorarumsatz von 530 Mio. EUR erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von mehr als 130 Partnern.

(1) 2002/2003, basierend auf den derzeit aktuellsten Zahlen der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Ges.m.b.H. (ÖHT)

Weitere Informationen:
Roland Berger Strategy Consultants
Dr. Julian Pötzl
Freyung 3/2/10
1010 Wien
Tel. +43-1-536 02-231
E-Mail: julian_poetzl@at.rolandberger.com

(Ende)
Aussender: Roland Berger Strategy Consultants
Ansprechpartner: Mag. Matthias Sturm
Tel.: +43-1-402 48 51-173
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