Neuer Erklärungsansatz für Kugelblitze
Des Rätsels Lösung sollen Siliziumpartikel sein
Christchurch (pte011/03.02.2000/11:00) Die neuseeländischen Wissenschaftler John Abrahamson und James Dinniss haben einen neuen Lösungsansatz für die Erklärung der bis heute mysteriösen Kugelblitze gefunden. Sie glauben, dass diese ätherischen Objekte nichts anderes als brennende Siliziumpartikel sind. Ihre Experimente an der University of Canterbury zeigen, dass durch das Auftreffen eines normalen zackenförmigen Blitzes im Erdboden Körner aus mineralischem Material in kleine Siliziumpartikel verwandelt werden können, die sich dann mit Sauerstoff und Kohlenstoff verbinden. http://www.cape.canterbury.ac.nz Diese Partikel mit einer Größe von weniger als einem Zehntel Mikrometer verbinden sich zu Ketten, die dann die bekannten Lichtkugeln formen. Von der Luftströmung getragen, verbrennen die Siliziumpartikel relativ langsam und geben dabei Licht ab.
"Blitze treffen unter der Erdoberfläche auf und erhitzen dabei einen Bereich derart, dass es zu einer Verdampfung kommt", erklärt Abrahamson. Nach dem Blitzschlag wird der entstandene Dampf freigesetzt und erscheint in der Form eines Balles. Vergleichbar mit einem Rauchring entstehen kleine, unabhängige zirkulierende Wirbel. Das Modell der Wissenschaftler sagt voraus, dass eine Erhitzung über einen bestimmten Punkt zur Explosion führt, während auch eine zu niedere Ausgangstemperatur den Ball zum Verschwinden bringt. Auch das Phänomen, dass Kugelblitze anscheinend Wände durchdringen können, soll laut Abrahamson gelöst sein. Die Siliziumfäden seien sehr flexibel und würden vom Luftzug durch die üblichen Risse rund und Türen und Fenster in Gebäude gelangen. Alle Versuche die weißen, gelben, orangen oder blauen Lichtkugeln im Labor zu erzeugen, sind bis jetzt allerdings fehlgeschlagen. (bbcnews)
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