pte19990721016 in Business

Hanf- und Flachsfasern zum halben Preis

Neues Entholzungsverfahren ermöglicht billigere Produktion


Potsdam/Bonn (pte) (pte016/21.07.1999/18:41) Das Institut für Agrartechnik Bornim (ATB) http://www.wgl.de/institute/e/ATB.html hat ein neues Verfahren zur Produktion von Hanf- und Flachsfasern entwickelt, das die Ausbeute deutlich erhöht und den Preis der Fasern erheblich senkt. Hanf- und Flachsfasern haben gegenüber Kunststoffen eine Reihe von Vorteilen: Sie wachsen nach, lassen sich problemlos kompostieren und bringen den Kohlendioxidhaushalt der Erde nicht durcheinander. Gegen die Verarbeitung zu Bau- und Dämmstoffen, den Einsatz in hochwertigen Verbundmaterialien und die Fertigung verschiedener Textilprodukte aus den umweltfreundlichen Fasern spricht gegenwärtig oft noch ihr Preis.

Die Forscher unter der Leitung Christian Fürlls haben im Rahmen ihrer agrartechnischen Grundlagenforschung ein neues Entholzungsverfahren entwickelt und zum Patent angemeldet, mit dem dieses Ziel erreichbar erscheint. Kernstück des neuen Verfahrens ist der Faseraufschluß durch Prallbeanspruchung. Dabei werden die Hanfstengel mit rotierenden Schlägern gewissermaßen weichgeklopft und geben die Fasern frei.

Die bisherigen Untersuchungen mit geröstetem und ungeröstetem Hanf zeigen, daß die Faserausbeute hoch ist, kaum Verluste entstehen und in einem Durchgang mehr als 50% der unerwünschten Pflanzenteile ("Schäben") abgeschieden werden, was für einige Anwendungsfälle bereits ausreicht. Für die Verarbeitung zu faserverstärkten Werkstoffen ist ferner wichtig, daß die Fasern bei diesem Verfahren nicht an Festigkeit verlieren. Informationen: Prof. Dr. Christian Fürll, Email: cfürll@atb-potsdam.de (idw)

(Ende)
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