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pte20100422010 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Krebs: Gentherapie lässt Tumore verschwinden

Erste Tests bei Hautkrebs erfolgreich


Forscher entwickeln Genterapie gegen schwer erreichbare Tumore (Foto: phil.cdc.gov/James Gathany)
Forscher entwickeln Genterapie gegen schwer erreichbare Tumore (Foto: phil.cdc.gov/James Gathany)

Glasgow (pte010/22.04.2010/10:00) - Wissenschaftler der Strathclyde University http://www.strath.ac.uk haben offenbar einen Durchbruch bei der Behandlung von Krebstumoren mittels Gentherapie erzielen können. Das Forscherteam um Christine Dufès hat ein Verfahren identifiziert, mit dem sich Gene ohne das gesunde Gewebe zu beschädigen in schwer erreichbare Tumore transportieren lassen.

Bei Labortests mit dieser auf Suchen und Zerstören basierenden Therapie verschwanden bei Hautkrebs 90 Prozent der Tumore völlig. Derzeit untersucht das Team die Wirksamkeit des neues Verfahrens bei anderen Formen der Krankheit. Details der Forschungsergebnisse wurden im Journal of Controlled Release http://www.sciencedirect.com/science/journal/01683659 veröffentlicht.

Plasmaprotein Transferrin

Derzeit können die meisten Gentherapien bei Tumoren nicht eingesetzt werden, ohne das umgebende gesunde Gewebe zu schädigen. Die Wissenschaftler untersuchten neue Möglichkeiten mit Hilfe des Plasmaproteins Transferrin, das Eisen durch das Blut transportiert. Trägerproteine für Transferrin werden bei Krebserkrankungen häufig in großen Mengen nachgewiesen.

Bei ersten Tests mit Hautkrebszellen zeigte sich, dass die Behandlung zu einer raschen und anhaltenden Rückbildung der Tumore über einen Zeitraum von einem Monat führte. Eine Toxizität konnte in diesem Zusammenhang nicht nachgewiesen werden. In 90 Prozent der Fälle verschwanden die Tumore vollständig.

Viel versprechende Tests

Dufès erklärte, dass die ersten Tests sehr viel versprechend gewesen seien. Die Tumore zum Verschwinden bringen zu können, sei für die Wissenschaftler ein großer Durchbruch gewesen. Vor allem, da es derzeit keine Gentherapie dieser Art auf dem Markt gebe. Bis jetzt hätten die Wissenschaftler nur Laborversuche bei einer Krebsart durchgeführt. Weitere Einsatzmöglichkeiten werden laut BBC erforscht.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
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