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pte20090801006 Unternehmen/Wirtschaft, Politik/Recht

Banken scheren sich kaum um Geldwäsche-Schutz

Finanzwelt setzt gesetzliche Auflagen nicht um


Banken im Kampf gegen Geldwäsche zu nachlässig (Foto: aboutpixel.de, stormpic)
Banken im Kampf gegen Geldwäsche zu nachlässig (Foto: aboutpixel.de, stormpic)

Frankfurt/München (pte006/01.08.2009/13:40) - Ein härteres Vorgehen der Aufsichtsbehörden hat die Finanzwelt zwar mehrheitlich dazu veranlasst, ihren Geschäften regelkonform nachzugehen, um Sanktionen zu vermeiden. Dafür wenden die Institute eigenen Angaben zufolge mehr Geld und Personalressourcen auf als je zuvor. Dennoch scheinen die Unternehmen strengere Gesetze und Auflagen nur peripher zu tangieren. Wie die Wirtschaftsprüfer von Deloitte aufzeigen, verfügt beispielsweise nicht einmal die Hälfte der Player aus der Finanzbranche über ein ausgereiftes Programm zum Schutz vor Geldwäsche. Auf den steigenden gesellschaftlichen und politischen Druck hätten die Banken bislang nur unzureichend reagiert.

Die umstrittenen Geschäftspraktiken der Finanzwelt sind mittlerweile weltweit ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. Trotzdem habe die Branche die Konsequenzen für Verstöße "noch nicht ganz verstanden". So weiß beinahe ein Fünftel der Führungskräfte nicht darüber Bescheid, wer in ihrem Unternehmen die operative Verantwortung für den Bereich Geldwäsche trägt. Darüber hinaus sei häufig schlecht geschultes Personal für die Probleme verantwortlich. "Dabei sind die Behörden stark auf die Zusammenarbeit mit den Geldwäsche-Beauftragten der Banken angewiesen", erklärt Uwe Dolata, Sprecher des Bundes Deutscher Kriminalbeamter http://www.bdk.de , im Gespräch mit pressetext.

Vor Einrichtung der Zuständigen wurden in Deutschland kaum Fälle von Geldwäsche geklärt. Mit drei bis fünf Prozent liegt die Aufklärungsrate nunmehr jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau. "Mittlerweile erhalten die Behörden auch Tipps von der Steuerfahndung, was sich als äußerst produktive Maßnahme erwiesen hat", meint Dolata gegenüber pressetext. Allerdings bekämen die Geldwäsche-Beauftragten der Banken ihrerseits nach wie vor zu wenig Feedback vonseiten der Behörden. Etwa jedes zweite Institut erkennt in der Abwehr zweifelhafter Transaktionen nur eine Aufgabe unter vielen. Innerhalb der kommenden drei Jahre wollen aber 40 Prozent der Unternehmen ein voll automatisiertes Programm zur Überwachung von Finanztransaktionen einführen.

Das nach wie vor niedrige Bewusstsein über mögliche Konsequenzen bei Verstößen gegen die staatsübergreifenden Richtlinien "ist insbesondere dahingehend bedenklich, dass auch international ausgerichtete Kreditinstitute aus Deutschland verstärkt im Fokus der US-amerikanischen Finanzaufsicht und deren ausgeprägten Sanktionssystemen stehen", so Deloitte-Partner Uwe Heim. So will etwa die Europäische Kommission künftig sensible Bankdaten an die USA ausliefern (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090720026/). Dennoch geht die Mehrheit der Banken davon aus, heute genauso wie noch in drei Jahren gut aufgestellt zu sein, um die Anforderungen erfüllen zu können.

Deloitte-Bericht (PDF-Download):
http://www.deloitte.com/dtt/cda/doc/content/Global%20Sanctions%20Survey%20Report%20FINAL.pdf

(Ende)
Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail: haglmueller@pressetext.com
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