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pte20080515039 Umwelt/Energie, Forschung/Entwicklung

Höchste CO2-Konzentration seit 800.000 Jahren

Zusammenhang zwischen CO2 und Temperaturentwicklung bestätigt


Bern/Grenoble (pte039/15.05.2008/13:55) - Einem schweizerisch-französischen Forscherteam ist es gelungen, anhand eines antarktischen Bohrkerns festzustellen, dass die heutige CO2-Konzentration in der Atmosphäre über 28 Prozent höher liegt als je zuvor in den vergangenen 800.000 Jahren. Im Rahmen des "European Project for Ice Coring in Antarctica" (EPICA) ist ein internationales Forscherteam an der Station "Dome Concordia" 2004 in eine Tiefe von 3.270 Meter vorgedrungen und konnte Eis mit einem Alter von mehr als 800.000 Jahren aus der Tiefe holen. In diesem Eisbohrkern ist die Information über acht vollständige Eiszeitzyklen enthalten, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.

"Das große Interesse unserer Untersuchungen galt den Treibhausgasen CO2, Methan und Lachgas", so Studien-Co-Autor Thomas Stocker vom Institut für Klima und Umweltphysik am Oeschger Zentrum für Klimaforschung http://www.oeschger.unibe.ch der Universität Bern im pressetext-Interview. "In 770.000 Jahre altem Eis konnten wir zudem natürliche Schwankungen von CO2 und Methan messen, die denjenigen der letzten Eiszeit vor etwa 40.000 Jahren sehr ähnlich sehen." Dies weise darauf hin, dass auch während früheren Zeiten eine ähnliche Dynamik die Klimageschichte geprägt habe wie während der letzten Eiszeit.

Die nun veröffentlichten Daten liefern neue Eckwerte in der Diskussion über das Ausmaß und die Bedeutung des gegenwärtigen Anstieges der Treibhausgase durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Änderung der Landnutzung. "Die heutigen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre sind über 28 Prozent höher als je zuvor in den vergangenen 800.000 Jahren", so Stocker. Auch die Methan-Konzentrationen liegen heute um über 124 Prozent höher als je zuvor. "Woher der Anstieg tatsächlich kommt, bestimmen wir in dieser Studie nicht", meint Stocker. Es sei allerdings klar, dass wir die atmosphärische Balance der Treibhausgase so gestört haben, dass dies Auswirkungen auf das Klima hat, meint der Forscher gegenüber dem Fachmagazin Nature.

"Die nun ausgewerteten Eisbohrkerne sind zwar hinsichtlich der Tiefe kein Rekord - allerdings hinsichtlich ihres Alters", erklärt der Wissenschaftler. "Die Eisbohrkerne bieten uns ein perfektes Klimaarchiv der Vergangenheit." Für die Wissenschaftler sind aber auch andere Substanzen, die sich in den Bohrkernen finden von Interesse. Dazu gehören etwa Staubkonzentrationen aber auch chemische Substanzen wie etwa Nitrate.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
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