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pte20080325002 Technologie/Digitalisierung, Forschung/Entwicklung

Sun will Drähte durch Laser ersetzen

Technologie könnte Computer tausendmal schneller machen


Sun möchte Drähte bald durch Laserstrahlen ersetzen (Foto: sun.com)
Sun möchte Drähte bald durch Laserstrahlen ersetzen (Foto: sun.com)

Washington (pte002/25.03.2008/06:10) - Der Computerhersteller Sun Microsystems wird im Auftrag des Pentagons ein Forschungsprojekt durchführen, im Rahmen dessen Drähte zwischen Computerchips durch Laser ersetzt werden sollen. Das hat das Unternehmen gestern, Montag, bekannt gegeben. Von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) bekommt Sun daher rund 44 Mio. Dollar an Forschungsgelder. Das auf fünfeinhalb Jahre angelegte Projekt könnte den Weg für eine neue Generation von Computern ebnen, die schneller, energiesparender und kompakter sind als heute. Die Technologie würde den Engpass, mit dem Computerhersteller zu kämpfen haben, auflösen: Informationen derart schnell zu bewegen, dass Probleme bewältigt werden können, die hunderttausende von Prozessen erfordern.

Der Nachteil aktueller Technologie ist die Tatsache, dass Drähte die einzelnen Chips im Computer verbinden müssen. Die Engpässe setzen für weitere Entwicklungen ein fixes Geschwindigkeitslimit. Vergleichbar sind diese "Flaschenhälse" mit Auf- und Abfahrten einer Autobahn, auf denen jedes einzelne Fahrzeug seine Geschwindigkeit reduzieren muss. Außerdem erzeugen die Engpässe durch Widerstände zusätzliche Hitze.

Sollten die Sun-Entwickler Erfolg haben, könnte es in Zukunft möglich sein kompaktere Computer zu bauen, die aber um das tausendfache schneller wären als heutige Geräte. Jeder Chip könnte mit jedem anderen Chip direkt kommunizieren und durch einen Laserstrahl zehn Mrd. Informationen pro Sekunde übetragen. "Es ist ein hochriskantes Programm", gibt Ron Ho, Forscher bei Sun Laboratories, zu bedenken. "Wir erwarten eine 50-prozentige Fehlerquote, aber wenn wir Erfolg haben, können wir eine tausendfache Steigerung in der Leistung erreichen.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
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