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21.09.2020 - 11:30 | pressetext.redaktion
21.09.2020 - 06:15 | pressetext.redaktion
18.09.2020 - 12:30 | pressetext.redaktion

MEDIEN

pte20080225019 Technologie/Digitalisierung, Forschung/Entwicklung

Japan schießt Satelliten für High-Speed-Web ins All

"Kizuna" kostete 325 Mio. Euro und liefert 1,2 Gigabit pro Sekunde im Downlink


Kizuna versorgt Asien mit High-Speed-Internet aus dem All (Foto: JAXA)
Kizuna versorgt Asien mit High-Speed-Internet aus dem All (Foto: JAXA)

Tokio (pte019/25.02.2008/12:30) - Die japanische Raumfahrtagentur Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) hat am Wochenende erfolgreich einen Internet-Satelliten gestartet, der Japan und große Teile Asiens mit einem High-Speed-Webzugang versorgen soll. Der 325 Mio. Euro teure Kommunikationssatellit "Kizuna" kann Bandbreiten mit bis zu 1,2 Gigabit pro Sekunde bereitstellen, wodurch der künstliche Himmelskörper der bislang weltweit leistungsfähigste seiner Geräteklasse ist, teilte JAXA in Tokio mit. Die Lebensdauer des Satelliten ist mit fünf Jahren ausgelegt.

Für die Inanspruchnahme der Standardverbindung ist am Boden eine Sat-Antenne mit 45 Zentimeter Durchmesser nötig. Damit wird eine Downloadgeschwindigkeit von 155 Megabit pro Sekunde erreicht. Der Uplink funktioniert mit fünf Megabit pro Sekunde. Die Höchstgeschwindigkeit von 1,2 Gigabit pro Sekunde bleibt Firmenkunden vorbehalten. Diese können die hohe Bandbreite mieten, um beispielsweise Live-Fernsehberichte in hoher Auflösung an die Sendezentrale zu übermitteln. Hierfür reicht die Standardparabolantenne jedoch nicht aus, der Durchmesser der dafür nötigen Antenne liegt bei fünf Metern.

Auf dem europäischen Markt steht mit Astra2Connect ein Satelliten-basierter Webzugang mit Rückkanal bereit. In Deutschland steht das Service seit rund einem Jahr zur Verfügung (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=070316029 ). Üblicherweise wird bei Internetzugängen via Satellit ein eigener Rückkanal, etwa über die Telefonleitung, eingesetzt. Mithilfe der Rückkanaltechnik wird es ermöglicht, dass auch Gebiete versorgt werden, die terrestrisch an keine Kommunikationskanäle angeschlossen sind, so ein SES Astra-Sprecher gegenüber pressetext. Die Verbindungsgeschwindigkeit der in Europa verfügbaren Sat-Dienste sind jedoch mit dem neuen JAXA-Satelliten kaum vergleichbar. Die Standardgeschwindigkeit bei Astra2Connect liegt zwischen 256 und 1.024 Kilobit pro Sekunde.

Kizuna soll die japanischen Inseln sowie 19 weitere Regionen in Asien versorgen. Zudem dient er als Testsatellit. Über 100 Experimente sind geplant, darunter auch Tests zur Verwendung des Satelliten für die Ausstrahlung der nächsten Generation von HDTV. Der Start von Kizuna erfolgte am späten Samstagnachmittag (Ortszeit) von der Insel Tanegashima. Der von der JAXA in Kooperation mit Mitsubishi Heavy Industries entwickelte Satellit wurde in einem geostationären Orbit ausgesetzt. Er befindet sich in einer Höhe von 283 Kilometer über der Erdoberfläche http://www.jaxa.jp/projects/sat/winds/index_e.html .

(Ende)
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Ansprechpartner: Andreas List
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