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pte20060110025 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Europäische Digitalbibliothek eher nationale Sache

EU-Finanzierung noch nicht entschieden


Paris / Frankfurt (pte025/10.01.2006/13:30) - Die Umsetzung der europäischen Digitalbibliothek steht laut Le Monde kurz vor ihrem Onlinestart. Morgen, Mittwoch, wird der Vorsitzende des zuständigen Komitees, der französische Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres, Details zum Projekt bekannt geben. Das im April vergangenen Jahres von Frankreich initiierte Projekt gilt als Reaktion auf Google Print http://print.google.com , das in Europa auf heftige Kritik von Bibliotheken, Autoren und Buchverlagen stieß. Neben einer befürchteten Homogenisierung der Kultur durch die Dominanz der englischen Sprache, zeigten sich auch Verlage und Autoren unzufrieden mit dem von Google in Aussicht gestellten Urheberschutz.

Das groß angekündigte europäische Projekt wird in Deutschland jedoch etwas nüchterner betrachtet. Ute Schwens, Leiterin der Deutschen Bibliothek Frankfurt, rechnet in frühestens zwei bis drei Jahren mit einem Internetauftritt, der dem Namen "Europäische Digitalbibliothek" gerecht wird. "Zwar pushen die Franzosen dieses Projekt auf EU-Ebene, agieren aber tatsächlich stark national", so Schwens im Gespräch mit pressetext. Auch dass sämtliche Bestände von Bibliotheken digitalisiert werden sollen, hält Schwens für unrealistisch und nicht sinnvoll. "Digitalisiert werden in erster Linie Materialien in schlechtem Zustand. Auch das Nutzerverhalten und die Nachfrage müssen berücksichtigt werden, beispielsweise ist es unsinnig, alte naturwissenschaftliche Bücher zu digitalisieren." so Schwens weiter.

Die Finanzierung dieses Projekts steht ebenfalls noch nicht fest. Der Call für den Antrag im Rahmen der EU-Förderprogramme endet nächste Woche. Im Topf stehen rund 150 Mio. Euro zur Verfügung. Frankreich kostet die Teilnahme an diesem Projekt jährlich schätzungsweise acht bis 15 Mio. Euro, heißt es in der Le Monde. Unklar ist auch wie das bereits bestehende EU-Digitalisierungsprojekt The European Library http://www.theeuropeanlibrary.org , an dem die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) http://www.onb.ac.at beteiligt ist, eingebunden werden soll. In mehreren europäischen Ländern gibt es bereits Projekte zur Digitalisierung der Nationalbibliotheken wie beispielsweise Gallica der französischen Nationalbibliothek http://gallica.bnf.fr oder Austrian Newspapers Online der ÖNB http://anno.onb.ac.at .

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Linda Osusky
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