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pte20040629032 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Große langsame Hirnwellen fördern die Lernfähigkeit

Studie zur Hirnaktivität während des Tiefschlafs


Madison, Wisconsin (pte032/29.06.2004/16:48) - Im Tiefschlaf treten langsame Hirnstromwellen periodisch auf. Bisher war die Rolle dieser Hirnaktivität weit gehend unbekannt. "Langsame Hirnwellen im Schlaf scheinen frisch Gelerntes zu festigen und zu verstärken", führt Reto Huber die Erkenntnisse seiner Studie an der Universität Wisconsin in Madison, die vom Schweizerischen Nationalfonds http://www.snf.ch finanziert wird, aus. Einem Dutzend Probanden wurde eine spezielle Lernaufgabe gestellt und dann wurde ihre Hirnaktivität im Schlaf gemessen.

Zuerst mussten die Testpersonen einen Lerntest absolvieren, der darin bestand, einen Bildschirmzeiger mit einer Maus auf einen Zielpunkt hinzubewegen. Ohne dass sie es wussten, verfälschte der Computer die Bewegung des Bildschirmzeigers leicht, was die Probanden mit einer veränderten Mausbewegung kompensieren mussten. Als zusätzliche Schwierigkeit war ihre Hand abgedeckt. "Bei bewussten Lernaufgaben sind sehr oft viele Hirnregionen involviert und somit wäre eine lokale Aktivierung viel schwerer nachweisbar gewesen", erklärt Huber. Dagegen beansprucht die unbewusste motorische Lernaufgabe eine daumengroße Hirnregion in der rechten Hirnhälfte der Großhirnrinde. Um zu untersuchen, ob diese Hirnregion im Schlaf speziell arbeitet, maß Huber die Hirnstromaktivitäten der Testschläfer mithilfe von 256 Elektroden auf ihrem Kopf. So konnte die Hirnstromaktivität nicht nur gemessen, sondern auch örtlich genau lokalisiert werden.

In der vom Test beanspruchten Hirnregion, und zwar nur hier, zeigten sich während des Schlafs größere langsame Hirnstromwellen. Die Testpersonen, die am nächsten Morgen am Besten beim Test abschnitten, zeigten während der Nacht besonders große langsame Hirnstromwellen. Scheinbar festigen sie das Gelernte und verbessern die Fertigkeit im Computertest. Bisher ist noch wenig erforscht, welche Vorgänge sich im Gehirn im Schlafzustand abspielen, besonders die Aktivität der einzelnen Nervenverbindungen ist weit gehend unbekannt. Laut Huber könnten die langsamen Hirnstromwellen eine Funktionskontrolle sein, die die nervösen Verbindungen überprüft.

(Ende)
Aussender: pressetext.schweiz
Ansprechpartner: Marietta Gross
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