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pte20040226005 Medizin/Wellness

Freie Radikale sind doch ungefährlich

Entscheidende Rolle wird von Enzymen gespielt


London (pte005/26.02.2004/09:15) - Wissenschaftler des University College London http://www.ucl.ac.uk stellen die allgemein verbreitete Theorie zu den freien Radikalen in Frage. Diese freien Radikale werden als Ursachen für Erkrankungen wie Krebs und Arthritis angenommen. Medikamente wurden entwickelt, die präventiv zu große Mengen dieser Moleküle beseitigen. Die in Nature http://www.nature.com veröffentlichte Studie legt nahe, dass die gängige Theorie falsch sein könnte. Die Forscher gehen von weit reichenden Implikationen für die Behandlung von Krankheiten aus, die mit freien Radikalen in Zusammenhang gebracht werden.

Die Wissenschaftler stellen jetzt laut BBC http://www.bbc.co.uk jene Belege in Frage, auf denen die Theorie ursprünglich basierte. Weiße Blutkörperchen produzieren sauerstofffreie Radikale. Ihre Entstehung ist für die effektive Beseitigung von Mikroben entscheidend. Störungen dieser Produktion führen zu einer erhöhten Neigung zu schweren, chronischen und häufig auch tödlichen Infektionen. Laut dem leitenden Wissenschaftler Tony Segal führte diese Tatsache zu der Annahme, dass diese sauerstofffreie Radikale selbst hochgiftig sind und daher auch menschliches Gewebe schädigen können.

Die Wissenschaftler entdeckten, dass es nicht die freien Radikale sind, die den weißen Blutkörperchen ihre Zerstörungskraft geben, sondern Enzyme, die Eindringlinge von außen effektiv abbauen. Die Produktion dieser Enzyme wird durch den Kaliumfluss innerhalb der Zelle ausgelöst. Wird diese Bewegung blockiert, können die Zellen Eindringlinge nicht mehr erfolgreich abwehren. Damit sei bewiesen, dass freie Radikale auf keinen Fall jene giftigen Partikel seien, für die sie gehalten wurden.

(Ende)
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