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pts20260910013 in Leben

"Super September" für Boomer auf Reisen

Türkei überrascht mit exotischen Süßwasser-, Salz- und Sodaseen


Istanbul (pts013/10.09.2026/10:21)

Spontan und ohne strenge Pläne unterwegs auf den Spuren alter Kulturen und frischer Natur- und Wasserschauspiele. Diesen Trend bietet der "Super September" in der Türkei. Der farbenprächtige Herbst ist eine gute Gelegenheit für die Boomer-Generation, das Bosporusland abseits der belebten Strände und antiken Stätten zu erkunden. Das gilt vor allem für die exotischen Süßwasser-, Salz und Soda-Seen.

Sapanca-See nahe Istanbul

Nur einen Tagesausflug von Istanbul entfernt liegt der Sapanca-See inmitten der üppigen Wälder von Sakarya. Der See hat mit 45 km2 in etwa die Größe des Attersees und bietet mit seinem faszinierenden türkisfarbenen Wasser ideale Bedingungen für Natur- und Vogelbeobachtungen, egal ob von Rangern durch den Wald geführt oder auf dem Kajak am Wasser. Die Umgebung bietet Unterkünfte für jeden Geschmack sowie Campingplätze, in den Restaurants wird fangfrischer Fisch serviert.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe: Nur eine halbe Stunde entfernt vom See liegt der Berg Kartepe mit atemberaubenden Ausblick und der Wildpark Maşukiye.

Perlen am Schwarzen Meer

Auch der kleine Abant-See in der Region Bolu bietet einen naturnahen Rückzugsort mit einer Kulisse, die sich je nach Jahreszeit wandelt – nur etwa drei Stunden von Istanbul entfernt.Im gleichnamigen Nationalpark kann man am Ufer entlangradeln, Forellen angeln, Wandern, Picknicken und Reiten.Die Unterkunftspalette ist breit gefächert – von Fünf-Sterne-Hotels und gemütlichen Bungalows bis hin zu Camping- und Wohnwagenplätzen.

Der Yedigöller-Nationalpark nordlich der Prozinzhauptstadt Bolu besteht aus sieben kleineren, durch Erdrutsche entstandene Seen. Der Park gilt mit seinen kaskadenartigen Wasserfällen und den naturbelassenen Mischwäldern als echtes Naturwunder und ist daher ein Paradies für Naturkundler. Wer voll und ganz in diese bunte Flora und Fauna eintauchen möchte, kann in einem der gemütlichen Bungalows übernachten, die rund um die Seen liegen.

Sehenswürdigkeiten in Umgebung: Die "Cittaslow"-Städte Mudurnu und Göynük mit ihren traditionellen Häusern und der phantastischen regionalen Küche.

Seenregion und Salda-See

Die Mittelmeer-Seenregion zeichnet sich durch ihr reiches Ökosystem aus. Die Region zwischen Afyonkarahisar, Antalya, Burdur, Isparta und Konya beherbergt zahlreiche nahe beieinderliegende tektonische Seen, darunter den Salda-See, mit seinem mineralreichen Wasser und puderfeinen weißen Sandstrand das optische Highlight. Der in der Provinz Burdur gelegene See bietet mit seinen vielfältigen Wassersportmöglichkeiten ein unvergessliches Erlebnis.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung: Die endlosen Lavendelfelder in Akçaköy (Burdur) und die monumentalen antiken Ruinenstädte Sagalassos und Kibyra.

Salzsee (Tuz Gölü) der Flamingos

Der Tuz Gölüinmitten der Provinzen Ankara, Aksaray und Konya in Zentralanatolien ist der zweitgrößte See der Türkei und aufgrund seines hohen Salzgehalts "hypersalin". Im Sommer bildet sich beim Verdunsten des Wassers eine markante Salzschicht. Wenn Algen hinzukommen, entstehen rosafarbene Landschaften, die besonders bei Sonnenuntergang faszinieren. Zudem ist der See ein bedeutender Lebensraum für Zugvögel und wichtiges Brut- und Schutzgebiet für Flamingos; jedes Jahr nisten hier Tausende dieser Vögel.

Sehenswürdigkeiten: Im nahen Kappadokien erwarten den Reisenden surreale Feenkamine, uralte Höhlenwohnungen und Heißluftballonfahrten.

Vansee, Nemrut und Otlukbeli-See

Ostanatolien im äußersten Osten der Türkei an der Grenze zu Armenien und Iran beherbergt gleich drei der faszinierendsten Seen des Landes. Der Vansee liegt in der größten Stadt der Region, und ist selbst auch der größte See des Landes und der größte Sodasee der Welt, mit 3755 Quadratkilometern fünfmal so groß wie der Bodensee. Die einzige Fischart, die in diesem besonderen Gewässer leben kann, ist die Perlenmeeräsche (türkisch: *inci kefali*).

Nicht weit entfernt, in der Provinz Bitlis, befindet sich auf 2.250 Metern Seehöhe der Nemrut-See. Er ist der größte Kratersee der Türkei inmitten der gewaltigen Caldera des Vulkans Nemrut. Umgeben von steilen Bergen sowie einer vielfältigen Flora und Fauna, umfasst der Vulkankessel neben fünf durch Regenwasser gespeisten Seen auch heiße Quellen, Fumarolen und Eishöhlen – eine absolut beeindruckende Mondlandschaft.

Weiter nördlich, in der Provinz Erzincan, offenbart der Otlukbeli-See ein weiteres seltenes geologisches Wunder. Dieses geschützte Naturdenkmal entstand durch eine Travertinbarriere, die sich aus mineralhaltigem Wasser gebildet hat; es ist für seine markante rote Färbung bekannt, die entsteht, wenn das Quellwasser durch die mineralreiche rote Erde rund um den See fließt – und damit natürlich ein attraktives Ziel für Thermal- und Gesundheitsfreaks.

Sehenswürdigkeiten: Der Van-See ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische wie Touristen, siehe Van-Frühstück. Die Burg von Van diente einst als Kultstätte für Haldi, den Kriegsgott der Urartäer. Nach der Erkundung des Nemrut-Sees lohnt sich ein Abstecher ins Stadtzentrum von Bitlis zur historischen Burg und zur İhlasiye Madrese. Nahe Erzincan liegt der Girlevik-Wasserfall mit wunderschönen Kaskaden, Felsstufen und üppiger Vegetation.

Mehr Fotos von den türkischen Seen.

(Ende)
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