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pts20260717016 in Business

USB-Stick nach Kurzschluss nicht mehr erkannt: RecoveryLab rettet CAD-Daten aus Aachener Büro

Daten eines 64-GB-USB-Sticks nach Kurzschluss vollständig wiederhergestellt


USB-Stick nach Kurzschluss: Daten liegen oft unbeschädigt auf den NAND-Chips (© RecoveryLab)
USB-Stick nach Kurzschluss: Daten liegen oft unbeschädigt auf den NAND-Chips (© RecoveryLab)

Aachen (pts016/17.07.2026/17:37)

Der Stick steckte im Rechner, dann der Moment, den viele kennen: kein Laufwerk im Explorer, keine Reaktion, das Medium wird nicht mehr erkannt. Für ein Architekturbüro aus Aachen wurde daraus ein akutes Problem, denn auf dem USB-Stick mit 64 GB lagen aktuelle CAD-Dateien laufender Projekte. Nach einem Kurzschluss verweigerte der Stick jeden Zugriff.

Der USB-Stick gilt als Auslaufmodell, in der Praxis ist er quicklebendig. In Büros dient er weiterhin als Transportmedium zwischen Arbeitsplätzen, Kunden und Baustellen, und genau dabei entsteht das Risiko: Was auf dem Stick unterwegs ist, existiert häufig nirgendwo sonst in aktueller Fassung. Technisch ist ein Kurzschluss für die Daten dabei seltener das Ende, als es aussieht.

Beschädigt wird meist der Controller oder die Spannungsversorgung des Sticks, während die eigentlichen Inhalte auf den NAND-Speicherchips liegen und den Defekt in vielen Fällen unbeschadet überstehen. Nur erreicht sie auf normalem Weg niemand mehr, denn ohne funktionierenden Controller bleibt der Speicher stumm. Wiederherstellungssoftware läuft deshalb ins Leere: Sie braucht ein Laufwerk, das vom System erkannt wird.

Im Labor von RecoveryLab führte der Weg zu den Daten über die Speicherchips selbst. Die Techniker lasen die NAND-Bausteine des Sticks direkt aus und setzten die Rohdaten anschließend wieder zu lesbaren Dateien zusammen, eine Rekonstruktionsarbeit, bei der die interne Datenverteilung des Controllers nachgebildet werden muss. Am Ende konnte das Büro sämtliche CAD-Dateien zurückerhalten und weiterarbeiten. Bei Planungsunterlagen laufender Projekte zählt jede Datei, eine vollständige Wiederherstellung war deshalb das Ziel.

Betroffenen rät RecoveryLab, einen nicht mehr erkannten Stick nicht wiederholt in verschiedene Rechner zu stecken und auf Reparaturversuche am Stecker zu verzichten. Beides kann aus einem elektronischen Defekt einen größeren Schaden machen. Sinnvoller ist der direkte Weg zur Diagnose ins Fachlabor.

Grundsätzlicher lässt sich das Risiko klein halten, wenn der Stick das bleibt, wofür er gebaut wurde: ein Transportmedium. Wer Projektdaten vor dem Kopieren auf den Stick am Arbeitsplatz belässt oder eine zweite Ablage nutzt, macht aus einem Kurzschluss eine Unannehmlichkeit statt eines Projektstillstands.

Weitere Informationen zur USB-Stick-Datenrettung: www.recoverylab-datenrettung.de/usb-stick-wird-nicht-erkannt

Anlaufstelle für Betroffene in Aachen: www.recoverylab-datenrettung.de/aa

(Ende)
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