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Sprung in den See, iPhone in der Tasche: RecoveryLab rettet Urlaubsfotos nach Flüssigkeitsschaden

Fotoarchiv einer Berliner Familie nach Wasserschaden aus dem Labor zurück


Sprung in den See, iPhone in der Tasche: Im Sommer ein häufiger Laborfall
Sprung in den See, iPhone in der Tasche: Im Sommer ein häufiger Laborfall

Berlin (pts027/03.07.2026/16:00)

Ein Nachmittag am Badesee, ein spontaner Sprung ins Wasser, das iPhone steckte noch in der Hosentasche. Für eine Familie aus Berlin begann so der Verlust von mehreren Jahren Fotoarchiv. Urlaubsbilder, Videos der Kinder und Sprachnachrichten lagen auf einem iPhone mit 256 GB Speicher, ein aktuelles Backup gab es nicht. Nach dem Flüssigkeitsschaden ließ sich das Gerät nicht mehr einschalten.

Dabei gelten aktuelle iPhones als wasserdicht. Die Zertifizierung nach IP68 bezieht sich allerdings auf Süßwasser unter Laborbedingungen, an fabrikneuen Geräten. Dichtungen altern mit jedem Sturz, jedem Temperaturwechsel und jedem Akkutausch, und Apple selbst schließt Flüssigkeitsschäden von der Garantie aus. Im Labor von RecoveryLab gehören durchnässte Smartphones deshalb in den Sommermonaten zu den häufigsten Schadensbildern: Wasser dringt über die Ladebuchse, Lautsprecheröffnungen oder feine Gehäusespalten ein und verursacht auf der Hauptplatine Kurzschlüsse und Korrosion.

Die Nutzdaten selbst liegen auf fest verlöteten NAND-Speicherchips und bleiben in vielen Fällen intakt. Bei modernen iPhones sind sie zudem hardwareverschlüsselt, die Schlüssel verwaltet die Secure Enclave des Prozessors. Ein isoliertes Auslesen der Speicherchips führt deshalb ins Leere, ebenso jede Wiederherstellungssoftware. Der Weg zu den Daten führt über die Reparatur der Platine selbst, bis das Gerät wieder startet und die Inhalte freigibt. Im Fall der Berliner Familie reinigten die Techniker von RecoveryLab die Platine unter kontrollierten Laborbedingungen und reparierten beschädigte Komponenten auf Platinenebene. Anschließend ließen sich sämtliche Nutzdaten auslesen und der Familie übergeben.

Entscheidend für den Erfolg einer solchen Rettung ist das Verhalten unmittelbar nach dem Schaden. Wer das Gerät erneut lädt oder einschaltet, riskiert weitere Kurzschlüsse und damit dauerhaften Datenverlust. Auch der verbreitete Ratschlag, das Smartphone in Reis zu legen, verschafft nur scheinbar Abhilfe, denn die Korrosion im Inneren schreitet währenddessen fort. Aus der Laborpraxis von RecoveryLab ergibt sich eine klare Empfehlung: Das Gerät sofort ausschalten, keinesfalls wieder laden, auf Trocknungsversuche mit Reis, Föhn oder Heizung verzichten und das Smartphone möglichst schnell und unverändert an ein spezialisiertes Datenrettungslabor übergeben. Je früher ein Gerät stromlos im Labor ankommt, desto besser stehen die Chancen.

Und für alle, deren iPhone den Sommer bisher trocken überstanden hat: Ein aktiviertes iCloud-Backup oder eine regelmäßige lokale Sicherung macht aus einem Flüssigkeitsschaden ein Ärgernis statt eines Verlusts.

Weitere Informationen zur iPhone-Datenrettung: RecoveryLab

Anlaufstelle für Betroffene in Berlin: RecoveryLab

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