Gefühlt wenig Erleichterung bei Wohnkrediten, Spielraum Kreditvergabe nun aber größer als angenommen
Ergebnisse einer Gallup-Umfrage ein Jahr nach Ende der KIM-Verordnung
Wien (pts013/29.06.2026/10:15)
Gallup-Umfrage: Nur 18 Prozent der Österreicher:innen glauben, dass Wohnkredite heute leichter erhältlich sind – Finanzierung bleibt zentrales Thema beim Eigentumserwerb.
Fast ein Jahr nach dem Auslaufen der KIM-Verordnung hat sich die Wahrnehmung vieler Österreicher:innen in Bezug auf die Immobilienfinanzierung kaum verändert. Laut einer aktuellen Gallup-Umfrage[1] im Auftrag von Raiffeisen Immobilien Österreich sind lediglich 18 Prozent der Befragten der Meinung, dass Wohnkredite seit dem Ende der Verordnung wieder leichter erhältlich sind. 34 Prozent sehen keine Erleichterung, während 48 Prozent dazu keine Einschätzung abgeben können.
Gleichzeitig bleibt die Finanzierung eine der größten Herausforderungen beim Immobilienkauf. 49 Prozent der Befragten nennen die Finanzierung einer Immobilie als wesentliche Schwierigkeit beim Erwerb von Wohneigentum.
Mehr Spielraum als vielfach angenommen
Die KIM-Verordnung wurde im August 2022 eingeführt und lief mit Ende Juni 2025 aus. Ziel war es, Risiken im österreichischen Kreditmarkt zu begrenzen und eine nachhaltige Kreditvergabe sicherzustellen. Auch wenn die gesetzlichen Vorgaben nicht mehr gelten, müssen sich Banken weiterhin an bewährten Standards bei Bonitäts- und Leistbarkeitsprüfungen orientieren.
"Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen nach wie vor davon ausgehen, dass die Finanzierung von Wohneigentum besonders schwierig ist. Tatsächlich haben Banken in den vergangenen Jahren jedoch viel Erfahrung gesammelt und gute Wege gefunden, Kund:innen auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen beim Eigentumserwerb zu begleiten. Wer über den Kauf einer Immobilie nachdenkt, sollte daher frühzeitig das Gespräch mit seiner Bank suchen und seine Möglichkeiten ausloten", erklären die beiden Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich, Peter Weinberger und Peter Mayr.
Immobilien-Finanzierung beginnt mit dem persönlichen Gespräch
Die Gallup-Studie zeigt aber auch, dass günstige Hypothekarkredite der Banken für 48 Prozent der Befragten zu den wichtigsten Maßnahmen zählen, um den Erwerb von Wohneigentum zu erleichtern. Weitere 42 Prozent sehen geförderte Darlehen der Bundesländer als wichtige Unterstützung.
"Viele Menschen schließen sich selbst vorschnell vom Eigentumserwerb aus. Dabei zeigt die Praxis, dass oft mehr möglich ist als zunächst angenommen. Förderungen, unterschiedliche Finanzierungsmodelle oder individuelle Lösungen können den entscheidenden Unterschied machen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man aktiv das Gespräch mit den Finanzierungsexpert:innen sucht. Wer nicht nachfragt, erfährt oft gar nicht, welche Möglichkeiten tatsächlich bestehen", so Weinberger.
Großes Interesse am Thema beim Salzburger Immobilienforum
Wie hoch der Informationsbedarf weiterhin ist, zeigte zuletzt auch das 3. Salzburger Immobilienforum von Raiffeisen Immobilien Salzburg Anfang Juni. Fragen rund um Wohnkredite, Leistbarkeit und die Auswirkungen des Auslaufens der KIM-Verordnung gehörten zu den meistdiskutierten Themen des Abends.
"Das große Publikumsinteresse beim Salzburger Immobilienforum hat gezeigt, dass viele Menschen weiterhin Orientierung bei der Immobilienfinanzierung suchen. Wohneigentum bleibt für viele Österreicherinnen und Österreicher ein wichtiges Lebensziel – und zunehmend auch ein zentraler Baustein der privaten Altersvorsorge. Unsere aktuelle Gallup-Umfrage zeigt, dass bereits 42 Prozent der Kaufinteressierten eine Immobilie ausdrücklich als Vorsorge für das Alter betrachten. Umso wichtiger ist es, alle Finanzierungsmöglichkeiten offen und individuell zu prüfen. Gute Lösungen entstehen meist im persönlichen Dialog zwischen Kund:innen und Bankberater:innen. Profiberatung mit viel Erfahrung zahlt sich aus und das hatte in der Zeit der KIM-Verordnung sowie auch aktuell seine Gültigkeit ", sagt Prok. Peter Mayr, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich.
Über Raiffeisen Immobilien Österreich
Unter dem Dach der Marke "Raiffeisen Immobilien" arbeiten die Immobilienmakler- und Immobilientreuhandgesellschaften der österreichischen Raiffeisenbanken zusammen. Ziel ist es, Kund:innen bundesländerübergreifend zu betreuen sowie gemeinsam am Markt aufzutreten und so Synergien zu heben. Die Gruppe ist Markt- und Kompetenzführer in Österreich und bietet umfassenden Service in allen Fragen rund um Immobilien – von der Objektsuche über Verkauf/Vermietung bis zu Bewertungsgutachten und Investmentimmobilien. Mit einem Honorarumsatz von rund € 36,7 Mio. ist Raiffeisen Immobilien Österreichs größter Maklerverbund.[2]
Rückfragen:
Mag. Anita Köninger
Marketing & PR
Raiffeisen Immobilien NÖ Wien Burgenland
F.-W.-Raiffeisen-Platz 1, A-1020 Wien
Tel. +43 (0)517 517 33
E-Mail: anita.koeninger@ri-treuhand.at
Web: www.raiffeisen-immobilien.at
[1] Österreichisches Gallup Institut, Mehrthemenumfrage Frühjahr 2026; CAWI-Interviews (Computer Assisted Web Interviewing), n = 1.000, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung von 20 bis 65 Jahren, Erhebungszeitraum Februar/März 2026.
[2] Quelle: Makler-Ranking des Branchen-Fachmediums Immobilien Magazin, 05/2026
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