pte20260223027 in Business

Zoll-Chaos lässt Maschinenbau-Exporte sinken

Ausfuhren deutscher Hightech-Produkte 2025 erneut spürbar auf knapp 200 Mrd. Euro rückläufig


Maschine: Deutsche Exporteure vor großen Herausforderungen (Foto: pixabay.com, Counselling)
Maschine: Deutsche Exporteure vor großen Herausforderungen (Foto: pixabay.com, Counselling)

Frankfurt am Main (pte027/23.02.2026/13:55)

Auch Trumps erratische und inzwischen wieder vom Supreme Court kassierte Zollpolitik hat dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau 2025 abermals spürbare Einbußen auf den Auslandsmärkten eingebrockt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die Exporte nominal um 1,8 Prozent. Preisbereinigt lag der Rückgang sogar bei 3,3 Prozent.

"Große Herausforderungen"

Laut dem Branchenverband VDMA sind insgesamt Maschinen und Anlagen im Wert von 198,5 Mrd. Euro aus Deutschland in die Welt exportiert worden. Damit sind die Exporte sogar noch etwas stärker als die Produktion zurückgegangen, die nach vorläufiger Berechnung um real 2,6 Prozent geschrumpft ist.

"Das Jahr war geprägt von schwierigen handelspolitischen Rahmenbedingungen. Die US-Zölle, der zunehmende Protektionismus sowie die damit einhergehende Unsicherheit auf den Weltmärkten treffen den exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau ins Mark - und stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen", so VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt.

EU unter Vorjahresniveau

Die Exporte in die EU-Länder entwickelten sich etwas besser als im Schnitt, lagen insgesamt mit einem Minus von nominal 0,3 Prozent aber dennoch leicht unter Vorjahresniveau. In Italien zeigte sich eine spürbare Dynamik mit einem kräftigen Plus von 9,5 Prozent während in Frankreich im Jahresvergleich ein Minus von 4,1 Prozent in den Büchern resultierte.

Mit einem Exportanteil von 44,7 Prozent blieb die EU die wichtigste Absatzregion für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Unter den Einzelabsatzmärkten waren die USA weiterhin ganz oben in der Rangliste (Exportanteil 12,7 Prozent), gefolgt von China (8,2 Prozent), Frankreich (6,6 Prozent) und Italien (5,1 Prozent).

Italien, Spanien und Afrika

Die USA standen aufgrund ihrer Zollpolitik im Fokus. Wenig überraschend schrumpften die Exporte in die USA um acht Prozent. Die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar dürfte den Rückgang verstärkt haben. Mit Blick auf China war das Bild kaum besser. Die strukturellen Probleme setzten sich fort und der Rückgang betrug im Jahresvergleich 8,2 Prozent.

Während es in allen großen Regionen zu Exportrückgängen kam, gab es auch Lichtblicke. In Europa konnte neben Italien auch Spanien mit einem deutlichen Plus von 8,4 Prozent überzeugen. Aber auch die Exporte nach Afrika (plus 9,2 Prozent), in die Mercosur-Staaten (plus 5,3 Prozent) und in den Nahen und Mittleren Osten (plus 7,1 Prozent) konnten zulegen.

(Ende)
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