pte20081209023 in Business
Mumbai: BBC-Berichterstattung unter Beschuss
Twitter-Blogger gefährden professionellen Journalismus
London (pte023/09.12.2008/11:47)
Die Verwendung des Online-Micro-Blogging-Dienstes Twitter http://twitter.com im Rahmen der Berichterstattung zu den Terroranschlägen in der indischen Finanzmetropole Mumbai hat innerhalb der britischen Medienlandschaft eine heftige Diskussion über journalistische Qualitätskriterien ausgelöst. Während von der einen Seite die ungeschönte, direkt am Geschehen liegende Art der Berichte der "Bürgerjournalisten" aus dem Web gelobt wird, sehen Kritiker darin eine Gefahr für den professionellen Journalismus. Als besonders fragwürdig wird vor allem der Einsatz von Live-Berichten der Twitter-Blogger gesehen, wie ihn die BBC im Zuge ihrer kürzlich gestarteten "Live Updates"-Sektion zu den Mumbai-Terrorattacken vorgeführt hat. "Ein 'Twitterrer' ist niemandem etwas schuldig außer seinen eigenen Eindrücken und seinem Geisteszustand. Sie verbreiten Gerüchte voreilig als Fakten", kritisiert der Independent-Journalist Tom Sutcliffe. Wenn die BBC derartiges Material verwende, spiele sie "russisches Roulette mit ihrer redaktionellen Integrität".
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