pte20051109001 in Business
Machtkampf um Millionen vor Bundesverfassungsgericht
Bundesländer nutzen Lotterien als Finanzquelle und Versorgungsanstalt
Düsseldorf/Karlsruhe (pte001/09.11.2005/06:00)
Das staatliche Wettmonopol steht auf dem Prüfstand. Ab dem 8. November 2005 verhandelt das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) http://www.bundesverfassungsgericht.de in Karlsruhe darüber, ob auch private Anbieter Zugang zum lukrativen Markt der Sportwetten bekommen. Eine Entscheidung wird in einigen Wochen erwartet. Doch schon jetzt ist klar: Es geht um viel Geld. Rund 27 Milliarden Euro gaben die Deutschen im vergangenen Jahr für Wetten und Glücksspiele aus, davon rund 1,5 Milliarden Euro für Sportwetten. Bisher sichern sich jedoch staatliche Anbieter wie Spielbanken, Lottogesellschaften und die Sportwettenfirma Oddset http://www.oddset.de den Großteil der erzielten Umsätze. Lediglich vier alte Wettlizenzen aus der ehemaligen DDR sind in den Händen privater Firmen. "Der deutsche Sportwetten-Markt wächst um bis zu 30 Prozent jährlich und hat ein Potenzial von fünf bis sechs Milliarden Euro", zitiert die Financial Times Deutschland (FTD) Marcus Meyer, den Deutschlandchef des österreichischen Anbieters Betandwin http://www.betandwin.com, der sich eine alte DDR-Lizenz gesichert hat.
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