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pte19971009002 in Business

Zwei Drittel der Wälder sind verloren

In 50 Jahren wird es in vielen Ländern keinen Wald mehr geben


London (pte002/09.10.1997/12:06)

Nahezu zwei Drittel der ursprünglichen Wälder der Erde sind für immer verloren. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) (http://www.wwf-uk.org/home.shtml) vorgelegte neueste Untersuchung über den globalen Zustand der Wälder. Die Erhaltung des Rests sei keineswegs gesichert, heißt es. Der WWF schlägt deshalb vor, bis zum Jahr 2000 ein weltumspannendes Netz von Schutzzonen zu schaffen, das je zehn Prozent der tropischen und subtropischen Wälder und der borealen Wälder der gemäßigten Zonen umfassen soll. Allein in Europa wurden 100 Waldgebiete dafür vorgeschlagen.

Besonders dramatisch habe die Waldvernichtung in den vergangenen fünf Jahren zugenommen, heißt es in der Untersuchung. Gehe diese Entwicklung im jetzigen Umfang weiter, werde es in 50 Jahren in vielen Ländern keinen Wald mehr geben. Von den 8,08 Milliarden Hektar, die vor 8.000 Jahren von Wald bedeckt waren, sind heute nur noch 3,04 Milliarden Hektar übriggeblieben. In Europa seien mindestens 62 % der ursprünglichen Bewaldung verloren. Heutzutage werden der WWF-Studie zufolge jährlich 17 Millionen Hektar Urwälder durch
großangelegte Rodungen, industriellen Holzeinschlag, Straßenbau und ähnliche Eingriffe des Menschen zerstört oder werden durch artenarme Holzplantagen mit geringem ökologischen Wert ersetzt. Die Verluste seien beim tropischen Regenwald und bei den borealen Urwäldern in Europa, Nordamerika und Nordasien etwa gleich hoch.

"Wir haben immer vermutet, daß der Waldverlust hoch war, nun haben wir aber den Beweis für das tatsächliche Ausmaß", erklärte der Direktor des WWF-Projekts "Wälder fürs Leben", Francis Sullivan, bei der Vorstellung der Studie in London. Das wirklich Besorgniserregende dabei sei aber die Tatsache, daß die Vernichtung sich in den letzten Jahren stark beschleunigt habe und dies auch andauere.

Die Liste der 100 in Europa als schutzwürdig aufgelisteten sogenannten Forest Hotspots enthält ganz unterschiedliche Waldgebiete, so etwa den artenreichen Macchie-Schwarzföhrenwald im Taygetos-Gebirge auf der Peloponnes, den bis zu 700 Jahre alten Kuusamo-Naturwald in Finnland oder den berühmten Bialowieza-Urwald in Polen.

Der WWF kommt in seiner Studie zu dem Ergebnis, daß bei einer Fortsetzung der Waldvernichtung in 50 Jahren in Ländern wie Costa Rica, Malaysia, Pakistan und Thailand kein Wald mehr vorhanden sein wird. In der asiatisch-pazifischen Region seien bereits heute 88 % des ursprünglichen Waldbestandes vernichtet, in Ghana, Madagaskar, Pakistan und El Salvador liege die noch vorhandene Waldfläche bereits heute unter zehn Prozent des ursprünglichen Bestandes. (Quelle: wwf) (Ende)
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